Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/retzius1881-1/0154
138

sich direct von dem Epithel des Sacculus fortsetzt; im Gange erhöht sich das Plattenepithel des Sacculus zu einem
Cylmderepithel, welches im Knorpelcanal und dem danach folgenden Theile meistens aus sehr hohen und schmalen
Zellen besteht (Taf. XXI Fig. 18); dieses Epithel bildet hier wulstige Erhöhungen, zwischen welchen ein etwas
niedrigeres Cylinderepithel vorhanden ist. In dem Saccus endolymphaticus wird das Epithel im ganzen ein niedrigeres
, cylindrisches; die Höhe der Zellen wechselt jedoch an verschiedenen Stellen (Taf. XXI Fig. 15, 16); in
der Ausmündungsröhre in der äusseren Haut erhält es sich in etwa denselben Gestalten, also ein nicht sehr hohes
Cylinderepithel bildend. Ich suchte bei lebendem Thiere und am erhärteten Materiale, nach Flimmerepithel, konnte
es aber in keinem Theile des Cranges finden. Das Lumen desselben ist bekannter Weise mehr oder weniger mit
Otoconien angefüllt, welche direct mit dem Otolithen des Sacculus in Verbindung stehen.

Es ist nun noch der Bau des Nervus acusticus und seiner Zweige kurz zu besprechen. Der Stamm des
Nerven besteht durch und durch aus im allgemeinen breiten, myelinhaltigen Nervenfasern; ich konnte hier keine
Ganglienzellen finden. Die Zweige enthalten ähnliche Nervenfasern; ausserdem aber sind hier sowohl im Eamus
anterior als im Eamus posterior zahlreiche, oppositipol-bipolare Ganglienzellen, von gewöhnlichem Typus cerebrospi-
naler Fischganglienzellen, die Nervenfasern unterbrechend, vorhanden.

Das Gehörorgan von Raja batis L.

Tafel XXIII. Fig. 9—12.

Bei der Raja batis ist das Gehörorgan nach demselben Typus eingerichtet und gebaut wie bei der Raja cla-
vata. Das in dem geschlossenen, knorpeligen Vestibulum befindliche membranöse Gehörorgan ist eigentlich nur
in den Proportionen von dem der letzteren etwas verschieden. Man unterscheidet hier ebenfalls folgende Abtheilungen
desselben: Utriculus mit dem Sinus utriculi superior, Recessus utriculi, Sacculus, Lagena Cochleae, Ductus
endolymphaticus (Aquaeductus vestibuli) mit dem Saccus endolymphaticus, Ämpulla anterior, Ampulla externa, Am-
pulla posterior mit den entsprechenden drei Bogengängen.

Von Nervenendstellen unterscheidet man hier ebenfalls eine Macula acustica recessus utriculi, eine Macula
acustica sacculi, eine Papilla acustica lagence, coclilem, eine Macula acustica neglecta und drei Cristce acusticce am-
pullarum.

Der Nervus acusticus theilt sich in zwei grössere Aeste, nämlich: einen vorderen, Ramus anterior (R.
vestibularis aut.), welcher die Macula ac. rec. utriculi, sowie die Crista ac. der vorderen und der äusseren Ampulle
mit je einem Zweige (Ramidus rec. utriculi, Ilamulus ampidlce anterioris und Ramulus ampidlce externce) versieht,
und in einen hinteren Ast, Ramus posterior (R. cochlearis aut.), welcher die Macula ac. sacculi, die Macula ac.
neglecta, die Papilla ac. lagense Cochleae und die Crista ac. ampullse posterioris mit ihren Zweigen [Ramulus saccidi,
Ramulus neglectus, Ramulus lagence und Ramidus ampidlce posterioris) versorgt.

Der Utriculus (Fig. 9, 10 u) ist wie bei der Raja clavata eine ziemlich weite Röhre, welche sich von der
Mündungsröhre der vorderen Ampulle unmittelbar nach hinten-oben fortsetzt, in der Nähe ihrer Mitte die Mündungsröhre
der äusseren Ampulle und daneben noch die schmale, cylindrische Röhre (Ductus utriculi), welche die
Verbindung mit dem Recessus utriculi vermittelt (Fig. 9, 11 du), aufnimmt. An seinem hinteren Ende nimmt
der Utriculus den von vorn-oben einmündenden, erweiterten, vorderen Bogengang, und etwas weiter nach hinten-
unten den ebenfalls erweiterten, äusseren Bogengang auf.


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/retzius1881-1/0154