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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/retzius1896-1/0179
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dem Sulcus prascentralis superior..................m 18 %,

dem Sulcus prascentralis inferior..................m Q %,

dem Sulcus postcentralis superior.................in 3 %,

dem Sulcus postcentralis inferior.....■.............in 9 %>

Die Verbindung der Centraifurche mit der oberen Präcentraifurche war mithin bei Weitem am öftesten
vorhanden; gerade so oft traten die anderen drei Arten von Verbindungen zusammengenommen auf. Die Verbindung
mit der oberen Postcentraifurche ist dagegen sehr selten und dann auch fast nie eigentlich tief. Die Verbindung
mit der unteren Postcentraifurche kommt dagegen öfter vor, und zwar in einem Viertel dieser Fälle von
Anastomosen (9 %).

Von den hierauf bezüglichen Angaben anderer Forscher hebe ich hier Folgendes hervor: Giacomini fand
eine Anastomose zwischen der Central- und der Prä central für che in etwa 15 % der von ihm untersuchten Hemisphären
und zwar im oberen Drittel 23 mal, im mittleren 27 mal und im unteren 1 mal (bei 336 Hemisphären).
Bei Eberstaller finde ich keine Zahlen, sondern nur die allgemeine Angabe: »Verhältnissmässig selten ist eine
Anastomose zwischen Centralspalte und Sulcus centralis inferior, es Aväre denn, dass die ctr.-Fuvche eine solche
vermittelt. Viel häufiger sind es Theilstücke des Sulcus prsecentralis superior, welche bis in die Centralspalte
reichen, doch ist das Zusammenfliessen in der Regel nur ein sehr oberflächliches, und bei genauerer Untersuchung
der betreffenden Stelle findet man, wie dies auch andere Autoren bestätigen, die in der Tiefe liegende Brücke,
welche die Continuität der vorderen Centralwindung herstellt.» In dieser Angabe hat Eberstaller gewiss recht;
in der Tiefe der Verbindungsfurche findet man stets die Spuren der hinabgesunkenen Centraiwindung. Dies gilt
auch in Betreff der Communicationen mit der Postcentraifurche.

In Cunningham's Arbeit finde ich keine Zahlen über die Communicationen der Centraifurche mit den Prä-
und Postcentraifurchen.

Dagegen äussert sich Cunningham hinsichtlich der Anastomose der Centraifurche mit der Fissura Sylvii.
Er giebt an, dass er in 19 % (von 52 Hemisphären) eine oberflächliche solche Anastomose gefunden habe, nämlich
6 mal rechts, 4 mal links, 5 mal beim Manne, 4 mal beim Weibe, 6 mal beim Erwachsenen und 4 mal
bei Kindern; ausserdem sah er diese Verbindung 1 mal in 21 Hemisphären von Neugeborenen. Giacomini fand
dieselbe Verbindung nur 21 mal in 336, Benedikt dagegen 18 mal in 38 Hemisphären. In diesen Angaben
findet sich indessen keine bestimmte Specification, ob die Verbindung durch die Vermittelung des Sulcus sub-
centralis anterior oder des Sulcus subcentralis posterior stattgefunden hat. In dieser Hinsicht giebt meine Tabelle
den Aufschluss, dass, bei 100 Hemisphären, jene Verbindung der Centraifurche mit der Fissura Sylvii
(durch die Vermittelung des S. subcentralis anterior) in 16 %, diese aber (durch die Vermittelung des S. subcentralis
posterior), in 7 % vorhanden war.

4. Die beiden Präcentral furchen sind zwar in den meisten Fällen von einander getrennt. In meinen 100
Hemisphären traf ich jedoch eine wirkliche Verbindung zwischen ihnen recht oft an, nämlich in 23 %\ diese
Zahl stimmt beinahe mit der von Eberstaller angegebenen (24 %) überein; Cunningham sah aber die fragliche
Verbindung öfter (in etwa 32 % bei Erwachsenen, und bei Foetus sogar noch öfter).

5. Der Sulcus prcecentralis inferior geht durch die Vermittelung des Sulcus diagonalis sehr oft eine Verbindung
mit der Fissura Sylvii ein. Ich traf eine solche Verbindung in 38 %. Wie ich oben hervorgehoben
habe, gehört diese Verbindung oft nicht der Präcentraifurche alleine, sondern gleichzeitig auch der unteren Stirnfurche
an. Ausserdem kommt eine Verbindung der Präcentraifurche mit der Fissura Sylvii durch die Vermittelung
des Sulcus subcentralis anterior vor; eine solche Verbindung sah ich in 9 %.

In Eberstaller's Arbeit finde ich keine hierauf bezüglichen Zahlen, und Giacomini's Angabe, dass die
Präcentraifurche in beinahe 63 % »mit dem vorderen Ast der Fissura Sylvii» anastomosirte, ist zwar hauptsächlich
auf den Sulcus diagonalis hinzuführen, doch deutet diese hohe Zahl darauf hin, dass hier auch die Verbindungen
mit dem Sulcus subcentralis anterior mitgerechnet sind.

Cunningham's Angaben sind dagegen bestimmter. In 58 % fand er (bei 50 Hemisph. Erwachs.) das untere
Ende des Sulcus pra3centralis inferior frei, in 22 % durch die Vermittelung des Sulcus diagonalis und in 20 %
durch die des Sulcus subcentralis inferior mit der Fissura Sylvii vereinigt. Seine Procentzahlen stimmen also mit
den meinigen gar nicht überein. Die von Giacomini angegebene Zahl scheint mir entschieden zu hoch zu sein.

6. Die offene Verbindung des Sulcus prcecentralis inferior mit dem Sulcus frontalis inferior ist jedenfalls
als die normale zu betrachten. Ich fand sie in 77 % der Hemisphären. In den meisten von diesen Fällen lassen

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