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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/retzius1896-1/0181
163

9 %

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Aus dieser Darstellung geht hervor,

dass eine einheitliche und mit der Interparietalfurche communicirende Postcentraifurche als die am gewöhnlichsten
(in 55 % aller Fälle) vorkommende Furchenanordnung betrachtet werden kann.

Von den übrigen 45 % kommen 17 % auf eine einheitliche, aber von der Interparietalfurche getrennte
Pos tcen tra lfurch e.

Danach ist die Anastomose der unteren Postcentraifurche mit der Interparietalfurche, unter Abgetrenntsein der
oberen Postcentraifurche, in 11 % zu verzeichnen, wogegen das entgegengesetzte Verhältniss, wo die obere Post-
centralfurche mit der Interparietalfurche vereinigt und die untere Postcentraifurche von ihr abgetrennt ist, in nur
4 % vorkam.

Die Abtrennung aller drei Furchen von einander wurde in 9 % angetroffen.

Schliesslich war eine Theilung der Postcentraifurche in drei Stücke in 4 % vorhanden. In diesen Fällen
Hess sich stets die Verbindung der Interparietalfurche mit dem Mittelstück (dem Sulcus postcentralis intermedius)
beobachten.

Cunningham hat auch mehrere verschiedene Variationen dieses Furchencomplexes unterschieden und zwar:
Var. l. Alle drei Furchen getrennt; er fand dieses Verhalten der Furchen 11 mal in 127 Hemisphären,
von denen 63 von erwachsenen Europäern herstammende diese Anordnung nur in 6.3 % zeigten.

2. Die Interparietalfurche mit der unteren Postcentraifurche vereinigt und die obere Postcentraifurche abgetrennt
in 19.i % (bei den 63 Hemisphären erwachs. Europäer).

3. Die Postcentraifurchen vereinigt und die Interparietalfurche abgesondert in ll.i % (bei der gleichen Anzahl
von Hemisphären erwachs. Eur.).

4. Alle drei Furchen vereinigt in 60.3 %.

5. Die Interparietalfurche mit dem unteren Ende des oberen Theils der Postcentraifurche vereinigt und, das
untere Ende der Postcentral für che abgetrennt in 2 Hemisphären Erwachsener.

Im Grossen und Ganzen stimmen unsere Zahlen ziemlich gut überein. Cunningham fand alle drei Furchen
vereinigt in etwa 60 %, ich in 55 %, C. alle drei Furchen getrennt in etwa 6 %, ich in 9 %, wozu jedoch
gewissermassen auch die von mir angetroffenen 4 Fälle (4 %) vom Vorhandensein eines Sulcus postcentralis intermedius
gerechnet werden können.

Die Vereinigung der Interparietalfurche mit der unteren Postcentraifurche, bei Abgetrenntsein der oberen
Postcentraifurche, fand Cunningham in etwa 19 %, ich in 11 %; die Vereinigung der Interparietalfurche mit der
oberen Postcentraifurche bei Abgetrenntsein der unteren Postcentraifurche sah Cunningham in 2 Fällen, ich in 4 %.

Eine einheitliche Postcentral]'urche bei Abgetrenntsein der Interparietalfurche fand Cunningham in etwa 11 %,
ich in 17 %.

16. Von der Postcentralf urche, sowohl wenn sie einheitlich, wie wenn sie in zwei Stücke getrennt war,
konnte zuweilen am oberen medialen — leider fehlen mir hierauf bezügliche Zahlen — wie auch am unteren
lateralen Ende Stücke abgetrennt sein, und diese abgetrennten Stücke können mit den umgebenden Furchen Verbindungen
eingehen; das abgetrennte untere Stück ist gewöhnlich mit dem Sulcus subcentralis posterior vereinigt.
Eine Verbindung der Postcentraifurche (der einheitlichen Furche oder nur der unteren Partie derselben) mit der
Fissura Sylvii durch die Vermittelung des Sulcus subcentralis posterior wurde von mir in nicht weniger als 40 %
der Fälle angetroffen.

17. Die Interparietalfurche zeigte sich einheitlich in 52 % der Fälle, dagegen von oberflächlichen Brückenwindungen
in der Mittelpartie in zwei oder mehr Stücke getrennt in 45 % und in der hinteren Partie in 5 %. In
zwei Fällen waren Brückenwindungen zugleich in der mittleren und der hinteren Partie vorhanden.

Cunningham fand das vordere Stück (den »Ramus horizontalis») und das hintere Stück (den »Ramus occipi-
talis») bei den von ihm untersuchten 77 Hemisphären Erwachsener in 36.3 % von einander getrennt und in 63.7 %
mit einander vereinigt. Weinberg sah bei 18 Esthenhemisphären die Interparietalfurche nur 3 mal einheitlich.

18. Von den Anastomosen der Interparietalfurche mit den ungebenden Furchen sind besonders folgende zu
nennen: mit dem Ramus ascendens des Sulcus teniporalis superior in 19- %, mit dem Sulcus intermedius primus in

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