Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TF 2014/21
Retzius, Gustaf
Anthropologia Suecica: Beiträge zur Anthropologie der Schweden; nach den auf Veranstaltung der Schwedischen Gesellschaft für Anthropologie und Geographie in den Jahren 1897 und 1898 aufgeführten Erhebungen; mit 130 Tabellen, 14 Karten und 7 Proportionstafeln in Farbendruck, vielen Kurven und anderen Illustrationen
Stockholm, 1902
Seite: 39
(PDF, 50 MB)
Bibliographische Information
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Anatomische Literatur

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/retzius1902/0053
III.

Die Körpermasse der Schweden.

Von

GUSTAF RETZIUS.

i Die absolute Körpergrösse.

Tab. I—V; viele Kurvenfiguren; Kart. I und II.

In Betreff der Körpergrösse der Schweden finden sich in der ausländischen Literatur einige Mittheilungen
von Interesse. In der umfassenden Statistik aus dem grossen amerikanischen Kriege, welche von
Baxter l) herausgegeben wurde, wird die mittlere Körpergrösse der Schweden in Amerika zu 169,92 Cm. angegeben
; die untersuchte Zahl war 1,190 Männer im Militärdienst. Von anderen Forschern, die jedoch für
die Untersuchung zu geringe Contingente zur Disposition hatten, wurde die mittlere Körpergrösse der Schweden
noch etwas bedeutender gefunden. So beläuft sie sich nach Beddoe auf 170,o; nach Bollinger soll sie
sich auf 170,2 Cm. belaufen.

In einer im J. 1875 veröffentlichten Arbeit über die Bedeutung der Eecrutirungsstatistik2) hat der

norwegische Anthropolog C. Arbo einige Angaben über die Körpergrösse der schwedischen Wehrpflichtigen

mitgetheilt. Nach den von dem schwedischen Armeecommando über die Anzahl und die Körpergrösse aller

mehr als 5' 4" grossen Wehrpflichtigen (Beväringar) ausgeführten Berechnungen kam er zu dem Schlüsse, dass

die Bevölkerung eine allmählige Steigerung der Körpergrösse erfahren habe. Die mittlere Körpergrösse, für

Quinquennien berechnet, war:

1841—1845............................................................... 5', 6369"

1846-1850............................................................... 5', 6385"

1851—1855............................................................... 5', 6520"

1856—1860............................................................... 5', 6605"

1861—1865............................................................... 5', 6762"

1866—1870............................................................... 5', 7122"

Arbo zog aus dieser nachgewiesenen Zunahme der Körpergrösse der schwedischen Wehrpflichtigen den
Schluss, dass da, wo sich die Civilisation und die oeconomische Verbesserung, wie in Schweden, in einer
stetigen Entwicklung befinden, dies auf die physische Entwicklung und besonders auch auf den Zuwachs in
der Höhe einen unmittelbaren Einfluss hat.

Die erste eingehende Untersuchung der Körpergrösse der Schweden wurde von V. Htjltkrantz 3) ausgeführt
. Das ihm zugängliche Material bestand aus den tabellarischen Angaben über die Grösse der Wehrpflichtigen
, welche seit dem Jahre 1887 von den 31 Einschreibungsgebieten des Landes jährlich an die
Commandoexpedition des Landwehrdepartementes eingesandt werden. Die Tabellen für die Jahre 1887—94

x) Statistics, rnedical and anthropological, of the Provost-Marshal-General's Bureau etc., compiled under direction of the
secretary of war by I. H. Baxtkr, Vol. I, 1S75, S. 23.

2) Arbo, Sessions-Undersögelsemes og Reeruterings-Statistikens Betydning for Videnskaben oy #£a£e?zr-Christiania, 1875.

3) J. Velh. Htjltkrantz, Om svenskames kroppslängd, ett bidrag tili Sveriges antropologi, Ymer, 1896. — Antropologiska
undersökningar ä värnpligtige, Tidskrift för militär helsovärd, Bd 22, 1897.


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