Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TF 2014/21
Retzius, Gustaf
Anthropologia Suecica: Beiträge zur Anthropologie der Schweden; nach den auf Veranstaltung der Schwedischen Gesellschaft für Anthropologie und Geographie in den Jahren 1897 und 1898 aufgeführten Erhebungen; mit 130 Tabellen, 14 Karten und 7 Proportionstafeln in Farbendruck, vielen Kurven und anderen Illustrationen
Stockholm, 1902
Seite: 184
(PDF, 50 MB)
Bibliographische Information
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Anatomische Literatur

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
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— 184 —

Tab. LXIII c.





S c h

ä d e 1 i n d e x



Aiigenfarbe

Haarfarbe







Summe





—74

75—79

80—



-

Hell

Blond

29,8

o / ,0

10,2

100

»

Braun

31,i

56,8

12,1

100

»

Schwarz

36,o

46 7

17 3

100

»

Both

32,3

57,4

10,3

100

Melirt

Blond

30,o

56,2

12,s

100



Braun

30,5

55,5

14,o

100

»

Schwarz

29,2

58,3

12,5

100

»

Roth

28,i

58,i

13,8

100

Braun

Blond

28,7

58,4

12,9

100

»

Braun

30,o

56,8

13,2

100

»

Schwarz

26,8

56,7

16,5

100

»

Roth

34,8

43,5

21,t

100

Durchschnittsprozent









für Schweden

30,o

56,9

13,1

100

Diese zweite Prozenttabelle zeigt das relative Vorkommen der Schädelindexklassen auf die verschiedenen
Farbenverbindungen. Hier, wie bei der vorigen Tabelle, sind in den verschiedenen Kolumnen keine grossen
Differenzen der einzelnen Zahlen, und zwar wTeder unter sich noch mit den betreffenden Durchschnittszahlen,
vorhanden. Ausnahmen bilden einige Ziffern, die von geringen absoluten Zahlen herrühren.

Aus diesen sämmtlichen Tabellen, welche die Verbindungen einerseits der Körpergrösse mit den Augenfarben
oder den Haarfarben und mit ihren Verbindungen, andererseits des Schädelindex mit den Augen- oder
den Haarfarben und mit ihren Verbindungen zeigen, geht deutlich hervor, class hier keineswegs — wie
bei den Verbindungen der Körpergrösse und des Schädelindex —- eine Wechselbeziehung vorhanden ist.

Die Uebereinstimmung der Prozentzahlen fast aller einzelnen Kolumnen in den sämmtlichen fraglichen
Tatellen weist deutlich darauf hin, dass die Farbencharaktere, in Betreff der Augen- und der Haarfarben
allein sowrohl als auch ihrer Verbindungen, eine bestimmte Neigung haben, sich gleichförmig auf die verschiedenen
Gruppen der Körpergrösse und des Schädelindex zu vertheilen. Obwohl in einigen Tabellen durch die
Prozentzahlenverhältnisse, die wTir bei jeder derselben besprochen haben, eine Tendenz der dunkleren Farbe
wahrnehmbar ist, sich mit den Gruppen der bedeutenderen Körpergrösse und der Dolichocephalie zu verbinden,
so findet dies doch durch so geringe Zahlendifferenzen und so wenig konstant statt, dass man daraus keine
bestimmten Schlüsse ziehen darf.

Im Grossen und Ganzen ist in der That Ammon bei seinen Untersuchungen über die Beziehungen der
entsprechenden Charaktere bei den badensischen Wehrpflichtigen, zu ziemlich übereinstimmenden Ergebnissen
gelangt. Dies ist v. A. der Fall hinsichtlich des allgemeinen Gesetzes, dass keine bestimmte Wechselbeziehung
der Farbencharaktere zu der Körpergrösse und der Kopfform besteht.


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