Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TF 2014/23
Plastisch-anatomischer Atlas zum Studium des Modells und der Antike: 24 Tafeln in Holzschnitt nebst 10 Erklärungstafeln und Text
Stuttgart, 1870
Seite: 35
(PDF, 17 MB)
Bibliographische Information
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Anatomische Literatur

  (z. B.: IV, 145, xii)



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Tafel XII.

Schulterblatt mit Schlüsselbeinverbindung.

(Obere und seitliche Ansicht.)

*2) Schulterhöhe......Acromion.

*3) Schlüsselbein......Clavicula.

*4) Grätenecke.
5) Oberer Winkel des Schulterblattes
........Angulus superior scapulae.

*6) Unterer Winkel des Schulterblattes
........Angulus inferior scapulae.

*7) Rabensclmabelfortsatz . . . Processus coracoideus.

*8) Grosser Höcker des Gelenkkopfes
des Oberarmknochens Tuberculum majus.

*9) Kleiner Höcker am Gelenkkopfe
des Oberarmknochens Tuberculum minus.
*10) Gräte des Schulterblattes . Spina scapulae.

11) Gelenkpfanne für den Gelenkkopf
des Oberarmbeines Cavitas glenoidalis.

12) Hinterer Rand des Schulterblattes
.

13) Unterer Höcker an der Gelenkpfanne
des Schulterblattes .
*14) Vordere Fläche des Schulterblattes
.

15) Vorderer Rand des Schulterblattes
.

16) Ursprungsfläche des grossen
und kleinen runden Armmuskels
.

17) Hintere Fläche des Schulterblattes
.

18) Untere Grätengrube . . .

19) Obere Grätengrube . . .

20) Gelenkfläche des Schlüsselbeines
.

Tuberculum infraglen oidaIis.

Fossa infraspinata.
Fossa supraspinata.

A ii m erkungen.

Das Schulterblatt (Scapula) ist ein flacher breiter theilweise durchsichtiger
Knochen, liegt auf der hinteren Wand des Brustkastens und
reicht von der zweiten bis siebenten oder achten Rippe herab.

*2) Ist ein sehr wichtiger Orientirungspunkt zur richtigen Darstellung
der Bewegungen des Oberkörpers sowie des gehobenen Armes.

*8) Schulterblatt und Schlüsselbein beider Seiten bilden den Schulter-
Gürtel, letzterer bildet mit dem Schlüsselbeine und der Handhabe des
Brustbeines das Schlüsselbeinbrustbeingelenk. Um dem Arm den erforderlichen
Spielraum zu geben, wird das Schulterblatt durch das Schlüsselbein
von dem seitlichen Theil des Brustkastens abgestemmt.

*4) Erscheint durch die Umgebung der Musculatur als ein flach vertieftes
dreieckiges Feld. (Siehe Taf. XIII. Anm. IV. u. d. Taf. der
Muskeif. IV. VI. sowie der Modellf. VII. VIII. u. X.)

*6) Ist bei einer Bewegung des Schulterblattes hauptsächlich in das

Auge zu fassen, indem er am Relief des Körpers sehr bemerkbar
wird. (Siehe Anm. der Modellf. VII.)

*7) Hier entspringt mit dem kurzen Kopfe des zweiköpfigen Armmuskels
(M. biceps braclüi) verwachsen, der Rabenschnabelmuskel
(M, caraco-brachialis).

*8) Bei ruhig herabhängendem Arme liegt derselbe nach vorn und
aussen.

*9) Liegt nach vorn und innen.

*10) Die Gräte des Schulterblattes ist eine stark hervorragende knöcherne
Kante und theilt das Schulterblatt in zwei flache Gruben, in die
Ober- und Untengrätengrube (Fossa supraspinata et infraspinata).

*14) Ist etwas ausgehöhlt und mit rauhen Leisten gezeichnet, die Ursprungsstelle
des Schulterblattmuskels (37. subscapularis).

Roth, anatora. Atlas.

Text,


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