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Franken vollkommen erreicht, und die Schweizeriſche Tagſatzung vom Jahr 1811 ſprach oͤffentlich
ihre volle Zufriedenheit aus uͤber die von Tulla an der Linth angeordneten Arbeiten, durch
welche der Waſſerſpiegel des Wallenſtaͤdeer Sees 7 bis 8 Fuß geſenkt, eine Oberflaͤche von
mehr als 1000 Morgen Landes entſumpft und 200 Morgen Flußbett gewonnen worden ſind.
Dankbar bewahren die geretteten Bewohner des untern Linththales und der Staͤdte Weſen und
Wallenſtadt, neben dem Namen ihres Eidgenoſſen Eſcher, deſſen patriotiſchen Bemuͤhungen das
Unternehmen der Linthcorrection ſeine Entſtehung und Beendigung verdankt, noch den Namen
unſers verehrten Landsmanns Tulla, deſſen umſichtigen und geſchickten hydrotechniſchen Entwuͤrfen
das Gelingen des großen und wohlthaͤtigen Werkes zugeſchrieben iſt *).
Durch die Lintharbeiten war Tulla vielen ausgezeichneten Staatsmaͤnnern und Gelehrten der
Schweiz auch perſoͤnlich bekannt geworden; alle ſchaͤtzten und ehrten ihn als einen großen Meiſter
ſeiner Kunſt, und wo ſpaͤter ein wichtiges hydrotechniſches Unternehmen in ihrem Vaterlande zur
Sprache kam, wurde Tulla eingeladen, ſeine Anſichten und Vorſchlaͤge daruͤber mitzutheilen. So
wurde er zu verſchiedenen Zeiten von der Regierung des Cantons Bern uͤber die Senkung des
Waſſerſpiegels des Bieler, des Murtener und des Neuchateler Sees, und uͤber die Rectifikation
der Aar und Ziel, von der Regierung des Cantons Aargau uͤber zweckmaͤßige Verbeſſerungen der
Fluͤſſe Aar, Limmat und Reuß, von der Regierung des Cantons Baſel uͤber Rectifikations- und
andere Arbeiten an der Birs, von der Regierung des Cantons St. Gallen uͤber die Verbeſſerung
des Rheinlaufes und uͤber die Anlage einer Straße am Schollenberge u. ſ. w. vielfach zu Rathe
gezogen, und alle ſeine Vorſchlaͤge zeugen von dem hohen Geiſte, mit welchem er immer
derartige Aufgaben umfaßte.
Im eigenen Vaterlande konnte zwar Tulla, wegen des Dranges der damaligen Zeiten und
wegen anderer Hinderniſſe, keine Arbeiten von großem Umfange unternehmen; allein ſein reger
Geiſt war, ungeachtet Kraͤnklichkeit und manche andere unangenehme Verhaͤltniſſe nachtheilig auf
ihn zu wirken anfiengen, dennoch unaufhoͤrlich mit Entwuͤrfen beſchaͤftigt, durch deren Ausfuͤhrung
er, ſeiner Zeit, dem Vaterlande wichtige Dienſte zu leiſten hoffte, und, wie der Erfolg zeigte,
ſpaͤter auch wirklich geleiſtet hat. Seine Hauptbemuͤhungen waren naͤmlich immer auf eine
zweckmaͤßige und mit dem Nachbarſtaate Frankreich gemeinſchaftliche Behandlung des Rheins
gerichtet. Tulla hatte Projecte uͤber die Rectifikation dieſes Stromes von Huͤningen bis unterhalb
Mannheim entworfen, und er uͤbergab ſolche, von einer kleinen Denkſchrift begleitet, dem damals
*) Sehr intereſſante und ganz detaillirte Nachweiſungen, ſowohl uͤber den techniſchen als uͤber den
oͤconomiſchen Theil dieſer hoͤchſt wichtigen Flußrectifikation, und uͤber die wohlthaͤtigen Folgen derſelben,
findet man in dem, vom Staatsrath Eſcher dirigirten, „offiziellen Notizenblatt, das Linthunternehmen
betreffend, welches, vom Jahr 1807 an, in periodiſchen Heften in Zuͤrch erſchien und bis auf die neueſten
Zeiten fortgeſetzt worden iſt.
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