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in Straßburg eigends fuͤr die Angelegenheiten dieſes Graͤnzſtroms conſtituirten Kaiſerlich Franzoͤſiſchen
Magistrat du Rhin, bei welchem Tulla als Ingenieur in großem Anſehen ſtand. Es iſt auch
zu zweifeln, daß ohne die fortwaͤhrenden Kriegsjahre ſchon damals wenigſtens ein Theil dieſer
gemeinnützigen Projecte zur Ausfuͤhrung gekommen waͤre.
Im October 1809 wurde Tulla zum Major befoͤrdert. Es war die letzte Gunſt, welche
der unvergeßliche Karl Friedrich ſeinem Pflegling erweiſen konnte. Der Todesengel beruͤhrte
den guten Fuͤrſten im Juni 1811, und Tulla, der ſich gerade zu jener Zeit auf einer
Geſchaͤftsreiſe im Main- und Tauberkreiſe befand, erfuhr mit tief gefuͤhltem Schmerz dieſe
Trauerbotſchaft. Er hatte in Karl Friedrich nicht nur einen wegen ſeiner hohen Tugenden
allgemein verehrten Regenten, ſondern auch einen Wohlthaͤter verloren, deſſen perſoͤnlicher Huld
und reichlicher Unterſtuͤtzung er, wie bereits erwaͤhnt wurde, ſeine gruͤndliche Ausbildung in
den Ingenieurwiſſenſchaften zunaͤchſt verdankte. Der Durchlauchtigſte Enkel und Nachfolger Karl
Friedrichs, Großherzog Karl, ſtellte im Jahr 1813 den Major Tulla an die Spitze der
erſt damals einigermaßen in eine Adminiſtrarion vereinigten Waſſer- und Straßenbauarbeiten
im ganzen Großherzogthum. Dieſer Zweig der Staatsverwaltung hatte uͤbrigens zu jener Zeit
noch keine vollſtaͤndige organiſche Einrichtung erhalten. Zwar wurde ſchon im Spaͤtjahr 1807,
auf Tullas Vorſchlag, von dem Großherzog Karl Friedrich eine eigene ſehr gute Schule
fuͤr den mathematiſchen Unterricht angehender Ingenieurs und Geometer errichtet, und ſchon
von jener Zeit an ſah man von Jahr zu Jahr einer foͤrmlichen Organiſation des, durch die
geographiſche Lage des Großherzogthums ſehr wichtig gewordenen Waſſer-, Bruͤcken- und
Straßenbauweſens entgegen. Allein die immer fortdauernden Kriegszeiten und andere Hinderniſſe
vereitelten noch viele Jahre lang Tullas Hoffnungen und Wuͤnſche. Deſſen ungeachtet bemuͤhte
er ſich mit regem Eifer, und ſo viel es die Umſtaͤnde nur immer erlaubten, dahin zu arbeiten,
daß manche in der ihm anvertrauten Adminiſtration nothwendige Einrichtungen wenigſtens
theilweiſe ins Leben gerufen wurden, und daß es ihm ſowohl durch ſolche Einrichtungen, als
hauptſaͤchlich auch durch eine hinlaͤngliche Anzahl tauglicher und fuͤr das bisher wenig (ultivirte
Fach des Waſſer- und Straßenbaues eigends gebildete Ingenieurs moͤglich gemacht werden
moͤchte, dieſem Fach im Intereſſe des Staates zweckmaͤßig und mit Erfolg vorzuſtehen.
Nachdem Tulla im Januar 1814 zum Grade eines Oberſtlieutenants vorgeruͤckt war,
wurde er in dem Feldzuge deſſelben Jahrs dem Generalſtabe Seiner Hoheit des Markgrafen
Wilhelm von Baden zugetheilt, und beſonders mit Herſtellung der Militairſtraßen zur
damaligen Altenheimer Schiffbrücke, dieſſeits und jenſeits des Rheins beauftragt. Tulla hatte
ſich durch dieſe Arbeiten und durch ſeine Perſoͤnlichkeit in hohem Grade die Achtung und
Zuneigung ſeines Erlauchten Chefs erworben, welcher auch, um ihm ein öffentliches Zeichen
der Anerkennung ſeiner Verdienſte zu verſchaffen, Anlaß nahm, daß Oberſtlieutenant Tulla
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