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im April 1814 mit dem Kaiſerlich Ruſſiſchen St. Wladimirorden decorirt wurde. Die nach
dieſem Feldzug eingetretene Waffenruhe war zu kurz, als daß es moͤglich geweſen waͤre, neue
Einrichtungen im Waſſer- und Straßenbaufache zu treffen und bedeutende Arbeiten auszufuͤhren.
Bei den wieder ausgebrochenen Kriegsunruhen im Maͤrz 1815, erhielt Tulla, als Ober⸗Landes⸗
Commiſſaͤr, Auftraͤge ſeiner Regierung bei der Demolition der Feſtungswerke von Kehl, und
bei der temporaͤren Befeſtigung mehrerer Punkte des Großherzogthums.
Nicht lange nach dem wieder eingetretenen allgemeinen Frieden erſchien endlich, unter der
Regierung des Hoͤchſtſeligen Großherzogs Karl, die foͤrmliche Organiſation des Waſſer- und
Straßenbauweſens, und Tulla, der ſchon ſeit 1812 factiſch dieſer Adminiſtration vorſtand,
ward im Jahr 1817 foͤrmlich zum Oberdirector derſelben, mit ausgedehntern Vollmachten und
groͤßern pecuniaͤren Mitteln, ernannt. In dieſem Geſchaͤftskreiſe fand er jetzt die ſchon laͤngſt
gewuͤnſchte und erweiterte Gelegenheit, an den Fluͤſſen und Straßen zweckmaͤßige Verbeſſerungen
anzuordnen und viele gute und nuͤtzliche Werke ausfuͤhren zu laſſen. Tullas Bemuͤhungen
verdankt man die gegenwaͤrtige gute und oft von Fremden geruͤhmte Beſchaffenheit der Straßen
im Großherzogthum; mehrere innere Fluͤſſe, die Kinzig, Elz, Rench, erhielten durch ihn manche
namhafte und zweckmaͤßige Verbeſſerung ihres in fruͤhern Zeiten mehr oder weniger verwahrlosten
Zuſtandes, und das Badiſche Rheinufer von Huͤningen bis zur Koͤniglich Baieriſchen Graͤnze
verdankt ihm die ſucceſſive Ausfuͤhrung umſichtig angelegter und, in Ermanglung eines mit
Frankreich gemeinſchaftlichen Zuſammenwirkens, moͤglichſt erfolgreicher Sicherungsbauten, in
deren Anordnung Tulla, ſelbſt gegen unſere maͤchtigern Nachbarn, nie zuruͤck ſtand.
Im Sommer 18177, als die Unterhandlungen mit Frankreich, wegen der Berichtigung der
Rheingraͤnze, in Baſel anfiengen, wurde Tulla dem Großherzoglichen bevollmaͤchtigten Commiſſaͤr,
Staatsminiſter Freiherrn von Berkheim, als artiſtiſches Commiſſionsmitglied zugetheilt. Bei dieſen
Geſchaͤften, welche ihn faſt noch das ganze folgende Jahr von ſeinem eigentlichen Directionsdienſte
entfernt hielten, bewaͤhrte Tulla, wie uüͤberall, die gruͤndlichſten Kenntniſſe. Er benuͤtzte auch dieſe
Gelegenheit, um der Franzoͤſiſchen Commiſſion die Nothwendigkeit vorzuſtellen, den Rhein nach
gemeinſchaftlichen Grundſaͤtzen zu behandeln. Obſchon ſeine gemeinnuͤtzigen Vorſchlaͤge damals
noch nicht zur Ausfuͤhrung kamen, ſo wurde doch dadurch der Grund gelegt zu den ſpaͤter mit
Frankreich angeknüpften Unterhandlungen uͤber die Rektifikation des Rheins, und Tulla erwarb
ſich, wegen ſeiner großen Kenntniſſe und genialen Entwuͤrfe, die hohe Achtung des Koͤniglich
Franzoͤſiſchen Commiſſaͤrs, Generallieutenants Grafen Guilleminot und aller Ingenieurs der
Franzoͤſiſchen Graͤnzberichtigungscommiſſion.
Bei ſeiner Ruͤckkehr nach Karlsruhe erhielt er im October 1818 von Seiner Majeſtaͤt dem
Koͤnige von Wuͤrtemberg eine Einladung nach Stuttgart, um uͤber verſchiedene Kanal- und
andere Waſſerbauarbeiten ein artiſtiſches Gutachten zu erſtatten. Tulla entſprach durch gruͤndliche
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