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den Tod finden. Den alten Kriegsgenoſſen ſollte zur ſelben Zeit
das wilde Heer erſcheinen: ſichtlich Nutzung der alten Sage vom
Zuge des Rodenſteiners mit der wilden Jagd, in der ja nach
verbreitetem Volksglauben vor allem gewaltſam Getötete durch
die Lüfte ziehen.
Wie die Ausführung und Umkleidung dieſes Grundgerippes
der Handlung im Romane im einzelnen gedacht war, laſſen
mehrere Entwürfe von größerem und geringerem Umfang und
mehr oder weniger vorgeſchrittenem Charakter nebſt vielen Notiz⸗
zetteln erkennen, die der Nachlaß des Dichters im Scheffelarchive
bewahrt. Der wunderbare Glanz des Lebens der venezianiſchen
Geſellſchaft im 16. Jahrhundert ſollte bunt und hell zur Geltung
kommen, ja wohl dem Romane vor allem anderen Reiz und
Fülle geben. Einkehr des Helden im Hauſe Aretins und des
alten da Ponte bot zwangloſe Möglichkeit genug, das geſell⸗
ſchaftliche, dichteriſche, künſtleriſche, politiſche Leben der wunder⸗
baren Stadt nach allen Seiten ſich entfalten zu laſſen. Aretin,
Taſſo, Tizian, Jacopo Sanſovino, Tintoretto ſollten in bewegten
Szenen auftreten, die wunderbare Epoche Leos des X. in Rom
ſollte in Giovanni da Udine ſich verkündigen und Michelangelo
da und dort wie ein Wetterleuchten am Horizonte ſtehen. Große
Feſte in Venedig und Pola ſollten geſchildert werden, die krie⸗
geriſche Macht und politiſche Aktivität der Republik darzuſtellen
gab der Krieg gegen die Uskoken, dem ausführliche Behandlung
in drei Kapiteln zugedacht war, ſowie die Schlacht bei Lepanto,
die das letzte Kapitel ſchildern ſollte, reichen Anlaß. Mit dem
Biſchof von Torcello, in dem der Held zu ſeiner peinlichen UÜber⸗
raſchung den im Sarcatale Uberfallenen wiederfinden ſollte,
konnte die Geiſtlichkeit von der läßlichen Seite dargeſtellt werden,
daneben aber ſollte die venezianiſche Inquiſition hereinſpielen,
ohne daß mehr erkennbar würde, wie dies im einzelnen gedacht
war. An Humor hätte es dem Werke ſo wenig wie dem Ekke⸗
hard gefehlt, und mehrere Perſonen waren geplant, an die er
ſich dauernd hätte heſten ſollen: eine alte Dienerin Campaſpe
in da Pontes Haus, die vollſtak von venezianiſchen Geſchichten,
dann die Schweſter Aretins, der ja der Sohn eines armen
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