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Wie ſchöne Dinge hatten ſie uns in den Schulen gelehrt,
von der Herrlichkeit teutſcher Nation und von der Gottſeligkeit
der Geiſtlichen Wiſſenſchaft, von der mannhaftig ſtolzen Tugend
der Edlen, von der kunſtreichen weltweiſen Pracht der Städt...
wie viel Großes war geweisſagt worden von dem Schwung
und Glanz, der durch das geläuterte Wort des Herrn und durch
des Alterthums eifrig Studium in die Gemüther ſich ſenken
würde — wie hatt ich ſelber geglaubt, zu Ehren Gottes und
ſeines Evangelii mein junges Blut einzuſetzen, da ich dem Kriegs⸗
ruf wider Carolus den Vten gefolget ... und wie wars in
Wahrheit?
Ein lärm und tobſüchtig, wie beſeſſen durcheinanderſchreiend
Land, voll Riß und Zwieſpalt, Sect und Ketzerei, Widerſinn,
Tiefſinn und Unſinn, ein Tummelplatz ſchwärmender, klappernder,
brüllender Geiſter, ein ſurrend Weſpen und Horniſſenneſt...
ſtatt frommer Reformatoren in härenem Bußgewand wüthende
Zungendreſcher, Silbenſtecher, aalglatte rückenkrumme Schloß⸗
hofdurchſchleicher, polternde, tobende, feuer und ſchwertſüchtige
Spintiſirer und hölliſche Verdammnißdroher, Baalspfaffen
die Hülle und Fülle — bei Fürſten und Edeln ein üppig hochfahrend
nimrodiſch Weſen, Jagen, Federſpieltreiben, Volltrinken und
ſtatt auf des deutſchen Reichs Herrlichkeit bedacht ſein, Zwie⸗
ſpalt, Abfall und Practik mit dem Ausland, kurz in allem
die ſchmerzhafte Uberzeugung, daß es mit unſerer Herrlichkeit
längſt am Bergabgehen und daß man ihr nächſtens ganz mit dem
Sterbeglöcklein läuten könne, und ich ſelber, der ich geglaubt,
Gewiſſen und Edelmannspflicht und Seelenheil verlange, daß
ich als ein evangeliſcher Kriegsmann das Schwert ziehe und
ſpreche: „Hindurch mit Freuden!“ — was war mir jetzt zum Lohn?
Verbannt und geächtet, aus meinem lieben odenwaldiſchen Vater⸗
haus für immer in die Fremde geſchleudert, von Niemand be⸗
dankt und vom eigenen Gewiſſen nicht allzuſehr berühmt. Da
wollt ich oft in hellem Unmut aufbrennen und ſprach: was iſt
das für ein jammervoll Loos in einer Zeit leben zu müſſen, wo
kein friſch fröhlich Blut in den Adern rinnt, wo Alles in Wort
und Geiſtesknechtſchaft kopfüber ſich hineinſtürzt, wo das Vater⸗
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