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land ſeine Söhne von ſich ſtoßt, darum daß ſie es lieb gehabt ...
o wär ich doch ſchon vor einem Menſchenalter zur Welt geboren
worden, da Herr Ullrich von Hutten mit klirrendem Handſchuh
an Schwertgriff ſchlug und ausrief: O Jahrhundert, die Funken
ſprühen, die Geiſter erwachen, es iſt eine Freude zu leben!
Und mein eigen Kriegshandwerk begann mir im Stillen
minder zu behagen, als ehedem, denn wiewohl es mir ziemlich
gleichgiltig war, was die Theologen mit großen Worten darüber
disputiret, ob Kriegsleute auch in einem ſeligen Stand ſein
können, ſo hatt ich doch ein Ärgerniß gefaſſet, daß ſo Mancher
von adligem Geblüt, — meinen eigenen ſonſt hochverehrten
Obriſten nicht ausgenommen, ihr löbliches Kriegsamt nur dazu
nutzten, einen Haufen von Beut und Gut und zwangsweiſen
Verehrungen zuſammenzupreſſen und ein tüchtig Stück Geld
hinter ſich zu bringen und wollt mich bedünken, ein fröhlicher
Landsknecht, der den Tod ſelber veracht, müßt auch das gleiſſend
Gold nicht anſehen. Bin freilich ſpäter in dieſem Betreff anderer
Meinung geworden.
Alſo ſchritt ich damals in einer bitteren grollenden Stimmung
durch die ſchöne Stadt am Rhoneſtrom, und wenn ich mit meinem
getreuen Hans Lautenſchlager beim Wein ſaß und die Rede
auf die deutſche Heimath kam, pflegten wir brummend das
Lied zu ſingen:
Es wird die Läng nicht währen
Zu Trümmern muß es gan
Ein Reich in ſich getheilet
Das mag die Läng nicht ſtan
Deß ſollt Du Gott erbarmen Dich
Dein Gnad dazu verleihen
Daß man mag beſſern ſich.
Item ſo fügte es ſich, daß bei unſerm Wirth Dumillier zwei
ernſte Herren Einkehr nahmen, Prediger aus den waldenſer
Thälern mit langen Bärten, die man darum bei ihnen zu
Hauſe auch barbets nennet, die hatten in der Schweiz und in
Deutſchland des neuen Kirchenregiments Art und Ordnung ein⸗
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