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ſchwiegen und hoch erfreut bei der Nachricht. Da gedachten wir
zuerſt es nächtlicher Weile in den von hoher Mauer umſchloſſenen
Kloſtergarten zu beſtellen und eine Leiter anzulegen zur Flucht — —
aber es war keine Leiter lang genug und was der Pfarrherr
vorſchlug, in Garten einzuſchleichen, ein Seil an die überhangenden
Aeſte eines mächtigen Kaſtanienbaums zu knüpfen und ſich
daran mit der jungen Nichte herabzulaſſen, däuchte uns zu ge⸗
fährlich. Aber nach etlichen Tagen ſah ich, wie Lautenſchlager
mit unſerem braven Wirth Dumillier, der ſelber ein alter Kriegs⸗
mann war und der evangeliſchen Lehre zugethan, ein leeres
Faß innen ſorgſam auspolſterten, auch etliche Luftlöcher an⸗
brachten und es zur Aufnahme eines Menſchen völlig herrichteten,
ſie lachten vergnügt mit einand, der Lyoner ſang das Liedlein dazu
Quand Bourbon vit Marseille
IIl a dit à ses gens:
Vray Dieu, quel capitaine
Trouverons nous dedans?
und Lautenſchlager ſprach: Jetzt haben wirs! Unſer Hausherr
hatte eine Fracht Rhonewein in das Kloſter abzuliefern — und
mahnte die Pfarrherrn und mich, zu beſtimmter Stunde reiſe⸗
fertig zu ſein, fürs übrige wollte er mit maĩtre Jehan, wie er
meinen Kriegsgeſellen Lautenſchlager nannte, ſchon ſorgen. Da
ſteckte ich etliche Dutzend goldener Sonnenkronen von dem
ehrlich erworbenen Kriegsſold, den ich beim Kaufherrn Klee⸗
berger in Verwahrung gegeben, zu mir, und nach untergegangener
Sonne hielten wir, als einfache Reitersmänner gekleidet und
wohl bewehrt, mit unſeren Roſſen jenſeits der Rhone in einem
vor den Ringmauern gelegenen Gehöfte. Dauerte nicht lang,
ſo kam ein ſchwer Fuhrwerk über die Brücke Gulllotière ge⸗
raſſelt, drauf knallte unſer Wirth Dumillier ſchon von Weitem
fröhlich mit der Peitſche, und fuhr bei uns an und trug mit
Lautenſchlagers Hilfe ein Faß herein und hub an, den leicht
befeſtigten Boden aufzuhämmern und ſang wieder dazu
Vray Dieu, quel capitaine
Trouverons nous dedans?
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