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Wozu die Frage? ſprach ich.
Zur Nachachtung, war Lautenſchlagers Antwort.
. Tags darauf hatt ich mich jagend weit verſtiegen im Gebirg,
da gerieth der Caſtellan von Arco ſammt etlichen Knechten,
Buben, Jägern und Hunden hart an mich, daß ich auf ihrem
Boden des Waidwerks gepflogen, hielt mich für einen Wild⸗
dieb aus Deutſch Tirol, wollte mir die Armbruſt abnehmen
und mich gefänglich verſtricken, ich aber riß mich zu rechter Zeit
los und ſchlug mich durch den ganzen Troß unverſehrt durch,
wiewohl ſie mir etliche Pfeilſchüße auf die Flucht nachſandten.
Da war Lärm im Land geworden und vorauszuſehen, daß
unſere Zuflucht am Nembiaſee bald von unfreundlichem Beſuch
heimgeſucht ſein würde. Kurz hernach bringt Lautenſchlager die
Kundſchaft, im Schloß zu Arco ſei ein vornehmer alter Herr
eingeritten, ein Prälat oder Biſchof aus Welſchland mitziemlichem
Gefolg, der führe auf weiſſem Maulthier einen ſchweren Sack,
eitel voll Gold, mit ſich, das gedenke er gen Trient zu bringen,
wo er dereinſt beim Concilium getagt, derſelbe geiſtliche Herr
wolle den Saumpfad durch das Sarcathal einſchlagen und
habe den Caſtellan um Verſtärkung des Geleits angeſprochen.
So hatt es Lautenſchlager von einem deu ſchen Gaſtwirth von
Trient (von Aurach aus dem Land zu Würtemberg gebürtig),
der einen Wagen voll Citronen aus den Pflanzgärten am Gardaſee
gen Trient führte, erfahren.
Mangel und Noth machen des Menſchen Gemüth wild, und
der Unterſcheidung von Recht und Unrecht vergeſſend.
Nun kommt uns ja das Goldbergwerk, dem du ſo lang ver⸗
geblich nachgeſpürt, auf einem Maulthier entgegengeritten, ſprach
ich, Lautenſchlager aber brummte den Spruch, den luſtige Ge⸗
ſellen unſerm alten Obriſten Schertlin im Schmalcalder Krieg
angedichtet:
Gemeine fromme Chriſtenheit
Die ſoll kein Landsknecht quälen,
Doch Pfaffen ſoll er allezeit
Mit dem gröbſten Strehlkamm ſtrehlen.
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