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hat ihm der Landsknechtsſchreck in die Glieder geſchlagen daß
ers Zeitlebens verſpürt.
Derweil hatte ſich ein Gewitter zuſammengezogen, es ward
ſchwül und unheimlich dunkel im Thale, die erſten Tropfen
fielen ... da warf der Reitersjung, wie verabredet einen Stein
herüber an unſer Gemäuer — wir ſprangen zu den Roſſen.
Drunten kam ein ſeltſamer Zug bergan gezogen... ein
Reiter voraus, dann zwei bärtige Männer in Kutten, bekannte
Einſiedel, die für gewöhnlich die Höhlencapelle beim Ponal⸗
waſſerfall am Gardaſee bewohnten, ſtarke bäuerliche Geſellen,
die heute ſtatt Roſenkranz und Brevier Spieße zu Handen
trugen und ein beladen Maulthier führten, hinter ihnen ein
alter Herr, in breitem goldverbrämtem Biſchofshut, und lang
herabwallendem geiſtlichem Gewand, ſaß feſt zu Roſſe, ſein
Angeſicht hab ich nicht des Näheren erſchaut ...weiter in der
Ferne ein Trupp Reiter, die zufällig des engen Saumpfads
wegen, ein Strecklein zurückgeblieben... Dem Biſchof mocht
das Reiten in der Schwüle nicht behagen, er lüftete ſein Ge⸗
wand ... jetzt rollte ein Donnerſchlag majeſtätiſch durch das
Thal und ſchlug hundertfältigen Wiederhall aus den Schluchten
der Gebirge... Das machte den Biſchof ängſtlich, er hieß
die zwei Einſiedel ein geiſtlich Lied anſtimmen... ſchon brach
der Regen los, ein Regen — wie er nur in ſüdlichen Landen
üblich, ein voller aufpraſſelnder ſündflutlicher Guß, als wären
alle Schleußen des Himmels geöffnet.
Feſt an unſere Felsblöcke gepreßt, hielten wir.. das Herz
bangte freudig dem nächſten Augenblick entgegen, ſchon tönte
Hufſchlag und Geſang der Berganziehenden.. du das Maul⸗
thier, ich den Biſchof, ſprach ich zu Lautenſchlager.
Der Reiter an des Zuges Spitze ward ſichtbar, der Regen
ſchlug ihm gegen die Augen, er ſenkte ſein Haupt und ritt an
uns vorüber,
O sidus Hispaniae
Gemma paupertatis,
Antoni, vas scientiae,
Forma puritatis
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