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Zweites Stück.
Sonder Scheu die Füße ſtrecke.
Dies zwar tat er nicht, doch ſchlürft' er
Einen Schluck des roten Weines
Und begann drauf zu erzählen:
„Der hier ſitzt, heißt Werner Kirchhof,
In der Pfalz iſt meine Heimat,
In der Pfalz, zu Heidelberg.
‚Alt Heidelberg, du feine,
Du Stadt an Ehren reich,
Am Neckar und am Rheine
Kein' andre kommt dir gleich.
Stadt fröhlicher Geſellen,
An Weisheit ſchwer und Wein,
Klar ziehn des Stromes Wellen,
Blauäuglein blitzen drein.
Und kommt aus lindem Süden
Der Frühling übers Land,
So webt er dir aus Blüten
Ein ſchimmernd Brautgewand.
Auch mir ſtehſt du geſchrieben
Ins Herz gleich einer Braut,
Es klingt wie junges Lieben
Dein Name mir ſo traut.
Und ſtechen mich die Dornen,
Und wird mir's drauß zu kahl,
Geb' ich dem Roß die Spornen
Und reit' ins Neckartal.“
Dort am Neckar hab' den ſüßen
Traum der Kindheit ich geträumt,
Bin auch in der Schul geſeſſen,
Hab' Latein gelernt und Griechiſch,
Und ein immerdurſt'ger Spielmann
Lehrt' mich früh Trompete blaſen.
Wie ich achtzehn Jahr geworden,
Sprach der Vormund: Junger Werner,
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