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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0091
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Zweites Stück.

Dorthin flog mein keckes Auge,
Dorthin flog mein keckes Sinnen,
Weggeweht war der Verſtand mir.
Schmachtend trat ich zur Terraſſe
Und begann die tolle Weiſe,
Die der Pfalzgraf Friedrich einſtmals
Der engländiſchen Gemahlin
Liebeskrank geſungen hat:

„Ich kniee vor Euch als getreuer Vaſall,
Pfalzgräfin, ſchönſte der Frauen!
Befehlet, ſo ſtreit' ich mit Kaiſer und Reich,
Befehlet, ſo will ich für Euch, für Euch
Die Welt in Fetzen zerhauen.

Ich hol' Euch vom Himmel die Sonn' und den Mond,
Pfalzgräfin, ſchönſte der Frauen!
Ich hol' Euch die Sterne ſonder Zahl,
Wie Fröſchlein ſollt Ihr die funkelnden all
Geſpießt am Degen erſchauen.

Befehlet, ſo werd' ich für Euch zum Narr,
Pfalzgräfin, ſchönſte der Frauen!
Ja, Narre bin ich ſchon ſonder Befehl,
Das Sonn'licht blendet mich allzu hell
Von Euren zwo Augen, den blauen.“

* *
**

Hört ihr die Trompeten blaſen?
Hört ihr die Kartaunen krachen?
Dort bei Prag am Weißenberge
Wird um Böhmens Kron' gewürfelt,
Pfalzgraf — 's war ein kurzer Winter,
Pfalzgraf — haſt die Schlacht verloren!
Sporn den Gaul und ſuch das Weite!
O du ſchönſte aller Frauen,
Wie mußt' ich vom Traum erwachen!
Der Pedell kam angeſchritten
Und zitiert' mich vor den Rektor.
Grimmig faltete die Stirne,


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