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Drittes Stück.
Als zuerſt er auf die Inſel
Seinen Fuß ſetzt', ſucht' dort Obdach.
Doch es war der Wirt ein grober
Heide — ſprach zum heil'gen Manne:
„Kann die Miſſionär' nicht brauchen,
Die die alten Götter ſchmähen
Und gewöhnlich keinen roten
Heller in der Taſche haben —
Hebt Euch fort von meiner Schwelle!“
Fridolinus, deſſen Kaſſe
Wirklich äußerſt ſchmal beſtellt war,
Mußt' in hoher Linde Schatten,
Mußte drauß im freien Felde
Nachtruh' halten — doch die Engel
Dachten ſeiner, und frühmorgens
War die leere Reiſetaſch' ihm
Voll von güldenen Denaren.
Wieder ging der heil'ge Mann zur
Ungaſtlichen Heidenherberg',
Nahm ein Mahl und zahlt' in blanker
Münze, was der Wirt ihm fordert,
Ließ beſchämend auch zurück als
Trinkgeld ſieben Goldſchillinge.
Drum zur ew'gen Warnung für ſolch
Mitleidloſe Herbergsväter
Darf auch nach Jahrhunderten noch
Aus dem güldnen Knopfe keiner
Mit des Heil'gen Prozeſſion gehn. —
— Wie des Feldes junge Blumen
Froh bei dürren Stoppeln blühen,
Alſo ſchritt bei den Matronen
Dann der Jungfrau'n holde Schar,
Schritt heran im weißen Feſtkleid.
Manch ein Alter dachte, wie ſie
Jugendſchön vorüberzogen:
„Hüte, hüte deine Augen!
Dieſe Schar iſt ſo gefährlich
Wie ein Schwedenregiment.“
Ein Madonnabildnis trugen
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