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Viertes Stück.
Heute feierte der Bootsmann,
Und ohn' Anfrag' mocht jung Werner
Heut entführen ihm das Fahrzeug.
Abend war's inzwiſchen worden,
Da und dort klang von den Bergen
Hell und ſcharf ein einzeln Jauchzen,
Zeichen trunkner Bauernheimkehr.
Jenſeits ferner Tannenwälder
Sah der Mond ins Tal hernieder,
Und die erſten Sternlein zeigten
Schüchtern ſich am Himmelsfeld.
Ab vom Strande ſtieß jung Werner.
Wie ein Roß, das, lang verſchloſſen
In dem Stall, ſich freudig aufbäumt,
Freudig wiehernd, daß es ſeinen
Herrn ins Weite tragen darf:
So ſprang keck und windſchnell auf dem
Glatten Waſſerpfad das Schifflein;
Sprang in hellem Lauf vorüber
An des Städtleins Mauerzinnen,
Sprang hinab zur alten Rheinbrück,
Die die holzverdeckten Bogen
Kühn zum andern Ufer ſpannt.
Unterm dritten Pfeiler ſteuert'
Mutig durch der junge Schiffsmann,
Lachend, als zum Schabernack den
Kahn der Strudel wirbelnd packte,
Dreimal hob und dreimal ſenkte.
Bald erſchaute er des Schloſſes
Hohe Giebel, Erkertürme
Mondumſchienen, durch des Gartens
Mächtige Kaſtanien glänzen.
Gegenüber ragte niedrig
Aus den Fluten eine Kiesbank —
Unbewachſen — oftmals gänzlich
Überflutet ſie die Strömung,
Scherzend heißt der Mann im Rheintal
Sie den Acker Fridolini.
Dorthin trieb der ſchwanke Kahn jetzt.
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