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Der Freiherr und ſeine Tochter. 47
Dorten hielt er — auf den ſpitzen
Kieſelboden ſprang jung Werner,
Und die Blicke hielten Umſchau,
Fragend, ob er Sie erſpähe.
Nichts erſchaut' er — als im fernen
Erkertum ein fernes Lichtlein;
Aber dies ſchon war genug ihm.
O wie oft erquickt im Leben G
Mächt'ger uns ein ferner Schein als
Reiche Fülle des Beſitzes,
Und es gönnet ihm das Lied drum
Seine Freud', aus Rheines Mitten
Aufzuſchauen nach dem Lichtlein.
Vor dem traumumflorten Blicke
Lag ein neues reiches Leben,
Sonn' nicht glänzt', nicht Sterne drinnen,
Nur das eine kleine Lichtlein,
Und vom Turm, worin es brannte,
Kam mit leiſem Flügelſchlag die
Lieb' zu ihm herabgerauſchet
Und ſaß bei ihm auf der Kiesbank,
Auf dem Acker Fridolini.
Und ſie reicht' ihm die Trompete,
Die auch hieher ihn begleitet,
Und ſprach: Blaſe, blaſe, blaſe!
Alſo blies er; und ſein Blaſen
Zog melodiſch durch die Nacht hin.
Lauſchend hört's der Rhein im Grunde,
Lauſchend Hecht und Lachsforelle,
Lauſchend auch die Waſſerfrauen,
Und der Nordwind trug die Klänge
Sorgſam auf zum Herrenſchloß.
Fuã;ünftes Stück
Der Freiherr und ſeine Tochter.
Jetzt, mein Lied, nimm dich zuſammen!
Zu dem Freiherrn führt der Pfad dich
Und zu ſeiner holden Tochter.
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