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Der Freiherr und ſeine Tochter. 583
Bin ich jetzo hier gewärtig;
Bin erbötig, aus dem großen
Theuerdank Euch vorzuleſen,
Denn ich weiß, Ihr liebt die plumpen
Abenteu'r und Jagdgeſchichten
Mehr als die empfindſam ſüßen
Schäferdichter des Jahrhunderts.
Doch warum müßt Ihr denn immer,
Väterchen, von dieſem leidig
Giftigen Tabake rauchen?
Hab' ſchier Furcht, wenn Ihr ſo daſitzt,
Tief in Wolken eingehüllt,
Wie der Eggberg in dem Nebel,
Und mich dauern ſtets die güldnen
Bilderrahmen an der Wand dort
Und der Glanz des weißen Vorhangs.
Bört Ihr nicht ihr leiſes Klagen,
aß vom Dampf aus Eurer Tonpfeif
Rußig, blaß und grau ſie werden?
's mag ein wunderſchönes Land ſein,
Das Amerika, das einſt der
Span'ſche Admiral entdeckte,
Und ich ſelber freu' mich an den
Buntgeſcheckten Papageien
Und den purpurnen Korallen,
Träum' zuweilen auch von hohen
Palmenwäldern, ſtillen Hütten,
Großen Blumen, Kokosnüſſen
Und von böſen wilden Affen.
Beinah wünſcht' ich doch, es läge
Unentdeckt im ſtillen Meer noch,
Um des leid'gen Rauchkrauts willen,
Das von dort zu uns gekommen.
Gern verzeih' ich einem Manne,
Wenn er oft und mehr als nötig
Sich den Rotwein aus dem Faß zapft,
Könnt' im Notfall ſelbſt mit einer
Roten Naſe mich verſöhnen,
Niemals mit dem Tabakrauchen.“
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