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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0121
Fünftes Stück.

Lächelnd hört' das Wort der Freiherr,
Lächelnd blies er neue Wolken
Aus der Tonpfeif' und erwidert':
„Teures Kind, — ihr Frauenzimmer
Sprecht ſo leicht in Tag von vielem,
Deß Verſtändnis ganz euch abgeht.
Zwar es hat ein Kriegsmann manche
Bitterböſe Angewohnheit,
Die nicht in den Frauenſaal paßt;
Doch mit Unrecht ſchilt das Rauchen
Meine Tochter: dank' ich ihm doch
Die Gemahlin und den Hausſtand.
Und dieweil mir heut manch alte
Kriegsgeſchichte durch den Kopf brumm
Setz zu mir dich — ſtatt des Leſens
Will ich ſelbſt dir 'was erzählen
Von dem Kraut, das du geſcholten,
Und von deiner ſel'gen Mutter.“

Zweifelnd ſah ihn Margareta
Mit dem großen blauen Aug' an,
Nahm zur Hand die Stickerei, die
Bunten Wollknäul und die Nadel,
Rückt den Schemel zu des Alten
Lehnſtuhl, und ſie ſetzt⸗ anmutig
Sich zur Seit' ihm, ſo im Walde
Rankt beim knorrig alten Eichbaum
Jugendſchön die wilde Roſe.
Doch der Freiherr leert' mit feſtem
Zug den Humpen und erzählte:

„Als der böſe Krieg im Land war,
Streift ich einſt mit wenig deutſchen
Reitern in dem Elſaß drüben.
Hans von Weerth war unſer Obriſt.
Schwed' und Franzmann lag vor Breiſach,
Von manch tapferm Reiterſtücklein
Machten wir ihr Lager ſprechen.
Doch viel Hunde ſind des Haſen
Tod, — auf einer wilden Hetzdagd


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