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Sechſtes Stück.

Mit Vergnügen Euch geleiten.“
Alſo ſprach er. Halb erſtaunet
Hört's jung Werner, und er folgt' ihm.

Schmunzelnd ſprach zu ſich der Knopfwirt:
„Weh' geſchrieen, junges Herrlein!
Habt geglaubt, man könn' ſo ohne
Weiters auf dem Rhein vagieren
Und vergrabne Schätz' aufſpüren.
Aber Euch erſah der Freiherr,
Der wird Euch das Handwerk legen.
Weh' geſchrie'n, wenn der aus ſeiner
Vorratskammer ein paar alte
Eingeſalzne Flüch' hervorholt,
Wird der Kopf Euch auf den Schultern
Wackeln und die Ohren brauſen.
Aber ſeht, wie Ihr zurecht kommt.
So er Euch etwann in Turm ſperrt,
Halt ich mich an Euer Rößlein,
Dieſes ſoll die Zeche decken.“ —

Wiedrum ſaß im Ritterſaal der
Freiherr mit der holden Tochter,
Wiedrum raucht' er ſeine Pfeife,
Als die breite Flügeltüre
Aufging und beſcheiden grüßend
Werner eintrat. — „Wenn Ihr wüßtet,“
Rief der treue Anton, „gnäd'ger
Herre, wenn Ihr wüßtet, was es
Müh' gekoſtet, ihn zu finden!“
Prüfend ruht des Freiherrn Auge
Auf jung Werner, Muſt'rung haltend.
Bei dem Vater, an den Lehnſtuhl
Sich anſchmiegend, ſchaute ſchüchtern
Margareta nach dem Fremden,
Und bei beiden war des erſten
Flücht'gen Blicks Ergebnis günſtig.
„Alſo gyr ſeid's, deſſen Klänge
Geſtern hier uns aufgeſtört?“
Sprach der Freiherr, „darum möcht' ich


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