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Sechſtes Stück.
Aber laßt ſie uns mit einem
Trunke alten Weines würzen.“
Sprach's; des Freiherrn Sinn erratend,
Schritt zum Keller Margareta,
Brachte zwei verſtäubte Flaſchen,
Die, von Spinnweb überzogen,
Halb im Sand vergraben lagen.
Brachte zwei geſchliff'ne Becher
Und kredenzte ſie den Männern.
„Dieſer wuchs noch, eh' der lange
Krieg im deutſchen Land getobt hat,“
Sprach der Freiherr, — „'s iſt ein alter
Auserleſner Wein von Grenzach.
Glänzend blinkt er im Porate,
Schwer, gediegen, lauterm Gold gleich,
Und er haucht ein Düftlein, feiner
Als die feinſte Blum' im Treibhaus.
Angeſtoßen, Herr Trompeter!“
Hellauf klangen beide Becher.
Seinen leerend, ſpann der Freiherr
Weiter nun des Wortes Faden:
„Seht, mein junger Freund, ſolang die
Welt ſteht, wird's auch Menſchen geben,
Die auf Steckenpferden reiten;
Der liebt Myſtik und Askeſis,
Jener altes Kirſchenwaſſer.
Ein'ge ſuchen Altertümer,
Andre eſſen Maienkäfer,
Dritte machen ſchlechte Verſe.
's iſt eigner Spaß, daß jeder
Das am liebſten treibt, wozu er
Juſt am wenigſten Beruf hat.
Und ſo reit' auch ich mein Rößlein,
Und das Rößlein iſt die edle
Muſika, ſie labt und ſtärkt mich.
Wie durch Davids Harfenſpiel einſt
König Saul den Kummer ſcheuchte,
So mit ſüßem Kling und Klange
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