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Siebentes Stück.

Einen Pfad ſie nach dem Ufer.
Margareta auch, trotz ihres
Langen Reitkleids, ſtieg hernieder.

Sie erſah jung Werner; zagend

Wagt' er's, ihr den Arm zu bieten,
Und beklemmt ſchier ward's zu Sinn ihm.
So mocht' einſt Sir Walter Raleigh's
Herze klopfen, wie als Teppich
Er der königlichen Herrin
Seinen Mantel legt' zu Füßen.
Freundlich dankend aber ſtützte
Margareta auf jung Werners
Arm ſich; drauß im grünen Walde
Schwindet manch unnütz Bedenken,
Was den Zeremonienmeiſtern
Anderwärts viel Sorg' verurſacht,
Und der Pfad war wirklich ſchwierig,
Und kein andrer Arm war nah.

An dem See erſchauten heiter
Sie des Fiſchzugs Beute, zappelnd
Schlüpften in des Netzes Maſchen
Die Gefang'nen, mancher ſuchte
Schnalzend ſich daraus zu löſen,
Doch er fiel in Sand des Ufers,
Und vergeblich war die Flucht ihm.
Die ſich in dem Grund einſt bitter
Haßten, lagen itzt, von gleicher
Haft umfangen, beieinand:

Glatte, ſchlangengleiche Aale,

Wohlgenährt' breitnaſ'ge Karpfen
Und der Seekorſar, der ſchmale
Hecht mit den gefräß'gen Zähnen.
Wie im Krieg unſchuldig manch ein
Bäuerlein wird totgeſchoſſen,
Traf des Fiſchzugs bös Verhängnis
Hier manch andern See⸗Kumpan:
Junge Barben, plumpe Grundeln,
Dünne grundſatzloſe Weißfiſch';
Und ſchwerfällig kroch der braune


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