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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0150
Das Konzert im Gartenpavillon.

Denn er ſprach von Wunderdingen.
War in ſeinen jungen Tagen
Nach Bologna einſt geraten,
Nach Bologna auf die Kunſtſchul'.
Dort, im Atelier Albanis,
Bracht' er's bald zum Farbenreiber,
Und dem grazioſen Meiſter
Wußt' er's ſorgſam abzuſpicken,
Wie man Götter malt und Helden
Und die leichten Amoretten,
Ja⸗ er wirkte ſelbſt an manchem
unſtwerk mit durch Luftvertreiben
Oder Bodenuntermalung.

Hier am Rhein — weit in die Rund' — war
Fludribus der einz'ge Künſtler;
Malte manchen Wirtshausſchild,
Malt' für Kirchen und Kapellen,
Porträtiert' auch Bauernbräute;
Unbezweifelt ſtand ſein Ruhm da,
Denn ſo einer, ſcheelen Blickes,
An den Werken mäkeln wollte:
„Hier der Arm krumm, dort die Naſ' ſchief,
Hier ein ſehr geſchwoll'ner Backen,“
Dieſem warf er aus dem Vorrat
Seines theoret'ſchen Wiſſens
Solche Brocken an den Kopf, daß
Jm vor lauter Perſpekt've,
olorit und Farbengebung,
Modellierung und Verkürzung
Der Verſtand ſofort drin ſtillſtand.

Margareta, die in treuer
Liebe lang drob nachgeſonnen,
Wie den Vater ſie am feinſten
Zum Geburtstag überraſche,
Sprach zum Meiſter Fludribus:
„— Hab' ſchon viel gehört erzählen,
Wie in Frankreich man die Schlöſſer
Schön mit Wandgemälden ausſchmückt:
6.


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