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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0157
Achtes Stück.

Tonidylle Daphne lauſche
Und in ſchäferlicher Sehnſucht
Mir das Herz zerſchmelzen wollte.
Fahrt drum fort, Ihr werten Freunde,
Auf der Kunſt Altar zu opfern,
Laßt die Tön' zuſammenklingen,
Haltet fern polit'ſchen Hader:
O, es wäre hocherfreulich,
Üb'rall ſolchen Geiſt zu treffen.“

Sprach's, und tiefgerührt verbeugten
Sich die Männer des Orcheſters,
Tiefgerührt ob ſo gewicht'gem
Kennerlob und Kennerzuſpruch.
Auch der Freiherr ſchritt vergnüglich
Durch die Reihen — drückt' die Hände,
Und er ließ ſofort zum Danke
— Nicht mit Worten dankt ein Freiherr —
In den Saal ein ausgezeichnet
Stückfaß Märzenbier anſchroten;
„Gut gemacht, Ihr lieben Spielleut',
Gut gemacht, mein lieber junger
Trefflicher Kapellenmeiſter! L
Wo zum Teufel habt Ihr all das
Schmucke Zeug nur aufgeleſen?
Und auch Ihr, Herr Fludribus, habt
Gut gemalt. Juſt mein Geſchmack ſo.
's könnten freilich Zeiten kommen,
Wo man Euren Götterdamen
Einen Schurz aufmalen müßte,
Doch ob allzuſtarker Nacktheit
Schmäht Euch nicht ein alter Kriegsmann.
Jetzo laßt uns eines zehen
Auf das Wohl des edlen Gaſtes,
Auf die tücht'gen Muſikanten,
Jo, meintwegen auch aufs Wohl der
Göttinnen dort an den Wänden,
Daß der Winter hier am Rheine
Sie nicht in die Finger frier'!“


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