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Jung Werner in der Erdmannshöhle. 101

Sprach die Tanne: „Jeder ſtehe
An dem Platz, wo er gewachſen,
Und erfülle, was ihm obliegt!
Alſo halten wir's im Wald hier,
Und 's iſt gut ſo, — mind'ſtens beſſer,
Als bei Nacht irrlichtelieren,
Menſch und Vieh in Dornen jagen
Und verſprengter Wandrer Flüche
Sich als Lohn nach Hauſe nehmen,
Wie's dein Geiſterhandwerk mitbringt.
Und wer kümmert ſich um dich noch?
Höchſtens ſagt der Bauersmann: der
Teufel hol' den Meyſenhartus;
Doch die andern ſchreiben Bücher
Und beweiſen, daß du gar nicht
Exiſtiereſt, daß das Irrgehn
Nur des Weins und Nebels Folg' ſei.
O, die Geiſteraktien ſtehen
Schlecht itzt, und viel lieber wär' ein
Pflaſterſtein ich auf der Heerſtraß'
Als ein Geiſt vom dritten Range,
Als der Waldgeiſt Meyſenhart!“

Sprach der Geiſt: „Hievon verſtehſt du
Nicht die Spur, mein edler Tannbaum.
Meyſenhart und ſeine Brüder
Herrſchen mächtig durch den Erdball,
üÜberall, ſo weit die Welt reicht,
Gibt's Holzwege und gibt's Menſchen,
Die auf dieſen Pfaden wandeln —
Und wo immer, fröhlich, trauernd
Einer ſeinen Holzweg ſchreitet:
Dieſen haben Wir geliefert!
Laß ſie zweifeln an den Geiſtern,
Bleiben doch in unſerm Bann!
Heut' auch werd' ich einen etwas
Seitab führen, der ſoll merken,
Daß der Geiſter viele walten.“

Von dem Berg kam Meiſter Werner.


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