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Eilftes Stück.

Trat der Hauenſteiner Redmann,
Eine Schriftung in den Händen,
Strich den grauen Bart und ſprach:

„Sintemal die böſe Kriegszeit

Stadt und Land hat ſchwer geſchädigt
Und die Schuldlaſt hart vermehrt:
Hat zur Deckung dieſer Nöten
Jetzt die gnäd'ge Herrſchaft eine
Neue Umlag' ausgeſchrieben,
Jedem Hausſtand ſieben Gülden
Und den led'gen Mannen zwei.
Nächſte Woch' ſie einzutreiben,
Wird der Säckelmeiſter kommen,
Alſo ſchreibt das Waldvogteiamt.“
„Schlagt ihn tot, den Säckelmeiſter!
Gott verdamm' ihn!“ rief's im Haufen.
„Doch dieweil der Krieg uns ſelber
Sattſam heimgeſucht, — auch viel' um
Haus und Hof dabei gekommen,
Und dieweil in unſern Rechten
Es verbrieft ſteht, daß mit Ausnahm'
Deſſ', was Brauch und Herkomm' heiſchet,
Steuerfrei das Land verbleibe:
Meinen viel verſtänd'ge Männer,
Dieſe Ford'rung ſei unbillig,
Und man ſollt' auf unſern alten
Landesrecht' und Privilegi
Feſt beharrn und nüt bezahlen.“
„Nüt bezahlen!“ rief's im Haufen.
„Darum han wir euch berufen,
Um der Einung Spruch zu hören.“

Wie am fernen Meer die Brandung
Schallten wild verworrne Stimmen:
„Vorwärts, Fridli! Mund auf! reden
Soll der Bergalinger Fridli,
Der verſteht's, — wir andern alle
Meinen's ſo wie er.“ Und jetzo

Sprach der Mann, den ſie gerufen,


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