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Eilftes Stück.

Warf ſich um den Büffelkoller,
Warf ſich um den Reiterpallaſch,
Rief dann ſeine Hausgenoſſen:
„Setzt die Waffen in Bereitſchaft,
Haltet Wache auf den Türmen,
Zieht die Zugbrück' auf und laßt mir
Keinen ungeladnen Gaſt ein!
Ihr, Herr Werner, ordnet dann das
Weitre, hütet mir mein Schlößlein
Und mein Teuerſtes, die Tochter.
Fürcht dich nicht, lieb' Margareta,
Mut ziemt dem Soldatenkind.
's ſind nur ein paar ſchwarze Raben
Von dem Wald herabgeflogen,
Möchten an der Waldſtadt Mauer
Sich das Hirn etwas erſchüttern.
B'hüet euch Gott! ich ſelber geh' auf
Meinen Poſten itzt, aufs Rathaus.“

Weinend in des Freiherrn Arme
Warf ſich Margareta, dieſer
Küßt' ſie freundlich auf die Stirne.
Schüttelt' Werner dann die Rechte,
Schritt hinunter drauf zum Markt.

Klagend zogen aus dem Stifte
Dort die Damen nach dem Münſter:
„Sei uns gnädig, Fridoline!“
Vor der Haustür ſtand der Knopfwirt,
Sprach: „Iſt's Zeit ſchon, gnäd'ger Herre,
Daß man Gold und Silber in des
Kellers tiefſte Tiefen gräbt?“
Sprach der Freiherr: „Schämt der Frag' Euch!
Zeit iſt's nur, daß Ihr vom Nagel
Eure Wehr nehmt und zum Tor geht.
Vorwärts, alter Karpfenfiſcher!“

In dem Rathausſaal berieten

Bürgermeiſter ſich und Stadtrat;
Mancher von den weiſen Vätern


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