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Der Hauenſteiner Rummel. 123

Da — noch mag ſich alles wenden,
Fernher tönt, wie zur Attacke
Ein Trompetenſtoß vom Schloſſe,
Dann ein Schuß — der ſtürzt — jetzt eine
Salve. — „Drauf!“ ſo kommandiert der
Freiherr, und in wildem Flüchten
Stäubt zum Rhein der Bauernſchwarm.
Freu dich, Werner — Freunde nahen,
Und mit ihnen Margareta!
Als der Kampf im Garten tobte,
Stieg ſie auf zum Schloßbalkone,
Und ſie blies — unwiſſend ſelber,
Was ſie wolle, — blies, als Notſchrei
Angſtgepreßter Seele, jenes
Schlachtſignal der Kaiſerlichen,
Das ſie tändelnd unter Scherzen
In der Laube einſt gelernt.
Es vernahm's des Freiherrn Mannſchaft,
Die vom Strauß am Tor zurückkam,
Und den Schritt beflügelnd bei der
Jungfrau Kampfruf, drangen jetzo
Zum Entſatz ſie in den Garten.
Frauenherz, du weiches, zages,
Wer hat alſo dich geſtählt? —

„Gott, er lebt!“ ſie neigte mild ſich
Zu ihm nieder, der auf grünem
Gras lag im Kaſtanienſchatlen,
Strich die blonden blut'gen Locken
Von der Stirn: „Haſt brav gefochten!“
Matt noch hob ſich Werners Auge,
Iſt's ein Traumbild, was er ſchauet?
Schloß ſich dann; — auf zwei Gewehren
Trug man ihn zum Herrenhaus.


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