Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0200
Die Werbung. 138

Dein für immer! ſo ſpricht Liebe,
Du und du, und Herz zum Herzen,
Mund zum Mund, das iſt die Sprache.
Drum, Herr Werner, gib mir einen
Kuß noch!“ — und ſie neigt ſich zu ihm.
Strahlt der Mond erſt an dem Himmel,
Kommen bald der Stern' unzähl'ge,
Alſo nach dem erſten Kuſſe
Schwirret bald ein ganzes Heer.
Doch wie viel derſelben ſpielend
Dort geraubt und rückerſtattet
Wurden, muß der Sang verſchweigen.
Dichtung und Statiſtik ſtehen
Leider auf geſpanntem Fuß.

Auch kam durch den Garten ſchleunigſt
Anton, grüßt' und meldet' ernſthaft:
„Die drei Damen aus dem Stifte,
Die am erſten Mai zum Fiſchfang
Mitgefahren, laſſen ſich dem
Gnäd'gen Fräulein ſchön empfehlen,
Und ſie laſſen ſich erkund'gen,
Wie Herr Werner ſich befinde,
Wünſchen gute Beſſerung.“

Dreizehntes Stück.
Die Werbung.

Nacht, wie biſt du lang und bange,
Wenn ſich auf den müden Mann nicht
Mit dem Schatten auch der Schlummer
Und der Traum herniederſenkt.
Raſtlos graben die Gedanken
In dem Schutte des Vergangnen;
Alten Lebens Trümmer wühlen
Sie hervor, doch nirgends fröhlich
Haftet drauf der Blick, er ſchaut nur
Dunkle, trübgeſpenſt'ge Bilder,


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0200