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Dreizehntes Stück.
Ihnen fehlt des Tages Sonnlicht.
Unerquickt dann in die Ferne
Schweift der Geiſt deſſ', dem der Schlaf fehlt,
Schmiedet Pläne, faßt Entſchlüſſe,
Baut ſich ſtolze, luft'ge Schlöſſer,
Doch wie Fledermäuſ' und Eulen
Schwirrt um ſie der Schwarm der Zweifel
Und verſcheucht ihm Mut und Hoffnung.
Mitternacht ſchlug's auf der Turmuhr.
Ruhlos ſaß auf ſeinem Lager
Werner in der Erkerſtube.
Durch die Fenſter glänzt' in feinem,
Schmalem Streif der Mondesſchimmer,
Fernher rauſcht' des Rheines Flut.
Traumgeſtalten wogten vor den
Wachen Blicken auf und nieder.
Einmal war's ihm, 's wäre Sonntag
Glockenläuten, Pferdewiehern,
Schwarzwaldaufwärts zieht ein Brautzug!
Er voraus in ſtol ger Feſtſchmuck,
Ihm zur Seite Margareta,
Myrtenkranz in blonden Locken.
Und im Dörflein oben lauter
Lochzeitsjubel, Pfad und Gaſſen
mit Blumen überſtreut.
Sin d mit ſteht ſein alter
Pfarrherr an der Kirchenpforte,
Segnend winkt er einzutreten —
Doch das Bild kam nicht zum Schluſſe,
Die Gedanken ſchwenkten; — 's war ihm
Drauf, als klopft es an die Türe,
Und herein trat krummen Gangs ſein
Heidelberger Freund Perkéo.
Funkelnd durch der Stube Dunkel
Leuchtete die rote Naſe,
Und er ſprach mit heiſrer Stimme:
„Bürſchlein, Bürſchlein, laß die Liebe!
Liebe iſt ein ſchlimmes Feuer,
Frißt den, ſo es angeblaſen,
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