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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0210
Das Büchlein der Lieder. 143

Vierzehntes Stück.
Das Büchlein der Lieder.

Werner ritt hinaus ins Weite,
Margareta blieb in Trauern,
Bis ſich beide wiederfinden,
Wird's wohl ein paar Jahre dauern.

Doch, derweil ich keine ſchroffen
Sprüng' zu machen bin gewilllt,
Sei mit buntem Liederſtrauße
Dieſe Lücke ausgefüllt.

Lieder jung Werners.
I.

Als ich zum erſtenmal dich ſah,
Verſtummten meine Worte,
Es löſte all mein Denken ſich
In ſchwellende Akkorde.

Drum ſteh' ich arm Trompeterlein
Muſizierend auf dem Raſen,
Kann dir nicht ſagen, was ich will,
Kann meine Lieb' nur blaſen.

II.

Als ich zum erſtenmal dich ſah,
Es war am ſechſten Märze,
Da fuhr ein Blitz aus blauer Luft,
Verſengend in mein Herze.

Hat all verbrannt, was drinnen ſtand,
Es iſt mir nichts geblieben.
Doch efeugleich wächſt aus dem Schutt
Der Name meiner Lieben.

III.

O wende nicht den ſcheuen Blick
Und fleuch nicht zag und bange,


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