Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0215
148

Vierzehntes Stück.

Aus nebelgrauer Ferne klingt's
Zurück mir leis und leiſer.
Und oben hoch im Maienduft
Seh' ich zwei Engel fliegen,

Wie Harfenton kommt durch die Luft

Ihr Sang herabgeſtiegen:

„Jung Werner iſt der glückſeligſte Mann
Im römiſchen Reich geworden,
Doch wer ſein Glück ihm angetan,
Das ſagt er nicht mit Worten.
Das ſagt er nur mit Hei Juhei! —
Wie wunderſchön iſt doch der Mai,
Feinslieb, ich tu' dich grüßen!“

X.
Wer klappert von dem Turme
Seltſamen Gruß mir? horch!
Das iſt in ſeinem Neſte
Mein alter Freund, der Storch.

Er rüſtet ſich zur Reiſe
Weit über Land und See,
Der Herbſt kommt angezogen,
Drum ſagt er uns Ade!

Haſt recht, daß du verreiſeſt,
Bei uns wird's kahl und ſtill,
Grüß mir das Land Italien
Und auch den Vater Nil.

Es werde dir im Süden
Ein beſſer Mahl zuteil,
Als deutſche Fröſch' und Kröten,
Maikäfer und Langweil'!

Behüet' dich Gott, du Alter,
Mein Segen mit dir zieht,
Du haſt in ſtillen Nächten
Oftmals gehört mein Lied.
Und wenn du nicht zufällig
Im Neſt verſ chlafen biſt,


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0215