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Vierzehntes Stück.

Lieder des ſtillen Manns.
Aus der Erdmännlein⸗Höhle.

I.
Einſam wandle deine Bahnen,
Stilles Herz, und unverzagt!
Viel erkennen, vieles ahnen
Wirſt du, was dir keiner ſagt.

Wo in ſtürmiſchem Gedränge
Kleines Volk um Kleines ſchreit,
Da erlauſcheſt du Geſänge,
Siehſt die Welt du groß und weit.

Andern laß den Staub der Straße,
Deinen Geiſt halt friſch und blank,
Spiegel ſei er wie die Meerflut,
Drein die Sonne niederſank.

Einſam aus des Tages Lärmen
Adler in die Höhen ſchweift,
Storch und Kranich fliegt in Schwärmen,
Doch ihr Flug die Erde ſtreift.

Einſam wandle deine Bahnen,
Stilles Herz, und unverzagt!
Viel erkennen, vieles ahnen
Wirſt du, was dir keiner ſagt.

II.
Laß die breitgetretnen Plätze,
Steig nach unten, klimm nach oben;
Reiche Nibelungenſchätze
Liegen rings noch ungehoben.

Und du ſchauſt vom Grat der Berge
Fernes Meer und Ufer dämmern,
Hörſt tief unten der Gezwerge
Erdgewaltig dumpfes Hämmern.

Mannagleich wird dich erquicken
Süße, ſtarke Geiſtesnahrung,


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