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Das Büchlein der Lieder. 16⁵

IV.

Sonne taucht in Meeresfluten,
Himmel blitzt in letzten Gluten,
Langſam will der Tag verſcheiden,
Ferne Abendglocken läuten —
Dein gedenk' ich, Margareta.

Haupt gelehnt auf Felſens Kante,
Fremder Mann in fremdem Lande,
Um den Fuß die Wellen ſchäumen,
Durch die Seele zieht ein Träumen —
Dein gedenk' ich, Margareta.

V.

O Römerin, was ſchaueſt du
Zu mir mit ſengenden Blicken?
Dein Aug' iſt ſchön, doch nimmer wird's
Den fremden Mann berücken.
Jenſeits der Alpen ſteht ein Grab,
Gegraben am grünen Rheine,
Drei wilde Roſen blühen drauf,
Seine Liebe liegt dareine.

O Römerin, was ſchaueſt du
Zu mir mit ſengenden Blicken?
Dein Aug' iſt ſchön, doch nimmer wird's
Den fremden Mann berücken.

V.

Nun ſchreit' ich aus dem Tore
Ins weite, öde Feld,
Dort iſt der große Kirchhof
Der alten Römerwelt.
Die ruht von Lieb' und Haſſe,
Von Luſt und Kampf und Strauß

Dort an der appiſchen Straße
Im Marmorgrabe aus.

Mich grüßt der Turm, vergüldet
Vom Abendſonnenſtrahl,


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