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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0240
Ein Wiederſehen in Rom.

Im Brennſpiegel aufgefangen,
Gegen dieſe röm'ſchen Blicke?
Schweig, du mein verſengtes Herz.!)

Von der Engelsburg hernieder
Flattern wallend die Standarten
Mit den päpſtlichen Inſignien:
Mitra und gekreuzten Schlüſſeln,
Kündend, daß heut hoher Feſttag
Des Apoſtelfürſten Petrus.

Vor Sankt Peters ſtolzem Dome
Sprangen ſchäumend die Fontänen,
Regenbogenfarben ſprühten
Über den granitnen Schalen
Und, ein fremder Rieſe, ſchaut des
Königs Rhamſes Obeliscus
Zu der Menſchen Wimmeln nieder.
Und er klagte auf ägyptiſch:

„Unklar Volk, das Volk der Römer!

Kaum verſtand ich, was ſie einſt zu
Kaiſer Neros Zeit getrieben,
Jetzt verſteh' ich's noch viel wen'ger.
Aber ſoviel weiß ich, daß es
In Italien frierend kalt iſt.
Amun⸗Réè, du Gott der Sonne,
Komm und trage mich von hinnen,
Trag mich heim zu deinem Tempel
In den heißen Sand von Theben!
Amun⸗Ré, du Gott der Sonne,
Trag mich heim zur alten Freundin,
Zu der Sphinx, und laß mich wieder
Durch die Wüſtenglut des Memnon
Klingend Steingebet vernehmen!“

Auf des Vatikanes Stieg' und
Durch die hohen Kolonnaden
Schritten Schweizer Hellbardiere
Wache haltend auf und nieder.
Klirrend dröhnt der Widerhall der

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