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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0241
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Fünfzehntes Stück.

Schweren Schritte durch die Räume.
Zu dem grauen Korporal ſprach
Traurig dort ein junger Landsknecht:
„Schön zwar ſind und ſtolz wir Schweizer,
Und kein andrer Kriegsmann ſchreitet
Alſo ſchmuck durch Romas Straßen
In dem leichten Stahlklüraſſe,
In dem ſchwarzrotgelben Leibwams.
Scheu verſtohlen vom Balkone
Schaut nach uns manch feurig Auge,
Aber immer ſehnt das Herz ſich
Wie zu Straßburg auf der Schanze,
Bei des Alphorns leiſem Blaſen
Heimwärts, heimwärts in die Berge.
Gerne würd' ich alles miſſen:
Handgeld, Sold, die Silberſkudi,
Selbſt des heil'gen Vaters Segen,
Selbſt den Wein von Orvieto,
Der ſo ſüß im Humpen perlt,

Könnt' ich wieder am Pilatus

Durch Lawinenſturz und Felſen
Auf des Gamstiers flücht'ger Fährte
Als verwegner Weidmann ziehn
Oder leis im Schein des Mondes
üÜber würz'ge Alpenmatten
Schleichen nach der Sennhütt' Lichtlein,
Zu der Sennin, zu der blonden
Appenzeller Kunigundis,
Und hernach der Morgenſonne
Freudig laut entgegenjodeln.
O Sankt Peter! auch die feine

Kirchenmuſika vergäß' ich,

Hört' ich wieder den bekannten
Einſam ſchrillen Höhlenpfiff des
Heimatlichen Murmeltiers!“

Auf Sankt Peters hohen Stufen
Standen dicht gedrängt die jüngern
Elegantern Pflaſtertreter,
Muſt'rung haltend über all die


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