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Fünfzehntes Stück.
Droht des Stiftes ſchönſte Güter
In der Schweiz an ſich zu ziehn,
Und ich werd' ihn jetzt verklagen,
Werd' dem heil'gen Vater ſagen:
Seid mir gnädig und beſtraft den
Groben Biſchof von Graubünden.“
Sprach der Freiherr: „Nehmt ſie denn, und
Geb' der Himmel ſeinen Segen,
Daß Ihr mir mit roten Wangen
Und vergnügt mein Kind nach Haus bringt.“
Alſo fuhren ſie nach Welſchland,
Es kutſchiert' der treue Anton.
Jetzo öffnet' er des Wagens
Schlag, und nach der Peterskirche
Schritt die alte Fürſtabtiſſin,
Ihr zur Seite Margareta.
Staunend ſchaute ſie die Pracht der
Ungeheuren Räume, drin die
Menſchen klein wie Punkte ausſehn,
Schaut' die rieſ'gen Marmorpfeiler
Und die goldgeſchmückte Kuppel.
In des Mittelſchiffes Niſche
Steht Sankt Peters ehrne Bildſäul'.
Dieſe trug heut einen ganzen
Papſtornat, es ſchmiegte ſchwer der
Schwere Goldſtoff um das Erz ſich,
Auf dem Haupte ſaß die Mitra.
Und ſie ſahen, wie ein mancher
Dort den Fuß des Standbilds küßte.
Zur Eſtrade am Altar, zum
Ehrenſitz der fremden Gäſte
Führte drauf ein Kammerherr des
Papſts die beiden deutſchen Damen.
Jetzo klang Muſik, und durch die
Seitentür vom Vatikan her
Hielt der heil'ge Vater ſeinen
Einzug in die Peterskirche.
Stämm'ge Schweizer Hellbardiere
Schritten an des Zuges Spitze,
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