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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw1/0249
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Sechzehntes Stück.

Was die Senatoren treiben,
Was die fläm'ſchen Maler trinken,
Was die Primadonnen trillern,
Weiß ſelbſt, was die Marionetten
An dem Platz Navona ſpielen.
Es iſt nichts ſo fein geſponnen,
Das ein Monſignor nicht wüßte.“

Eh' der Kaffee noch ſerviert ward,
(Dieſer war damals ein ſelten
Nagelneu Getränk, man trank ihn
Nur an hohen Feiertagen)
War der Kardinal ſchon völlig
Informiert, und er erzählte:
„Dieſe blaſſe Dame iſt ein
Edelfräulein, mit der deutſchen
Fürſtabtiſſin kam nach Rom ſie,
Und ſie ſah — merkwürd'gerweiſe —
In Sankt Peter einen Mann heut,
Den ſie einſt vor Jahren liebte
Und an dem — merkwürd'gerweiſe —
Sie noch bis zum heut'gen Tag hängt,
Unerachtet und obgleich er
Sonder Ahnen, ſonder Stammbaum
Hoffnungslos einſt Abſchied nahm.
Und der Ohnmacht unfreiwill'ger
Anlaß iſt, — merkwürd'gerweiſe —
Signor Werner, Eurer Eignen
Heiligkeit Kapellenmeiſter,
Alſo hat's dem Monſignor, der
Die Abtiſſin heut beſuchte,
Dieſe ſelbſt unter dem Siegel
Tiefen Schweigens anvertraut.“

Sprach der Papſt: „Das iſt ja wahrhaft
Eine rührende Begegnung.
Wär' der Stoff nicht zu modern und
Handelte ſich's nicht um deutſche
Halbbarbarn, ſo dürfte einer
Aus der Herrn Arkadier ſüßem


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