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Sechzehntes Stück.
Ihren Rechtsſtreit man baldtunlichſt
In Erwägung ziehen werde.
Doch zu Margareta ſprach der
Heil'ge Vater: „Sonder Troſt darf
Keiner heim aus Roma pilgern,
Und als Arzt der Seele muß ich
Euch vor künft'ger Ohnmacht hüten.“
Und dem Diener winkt' er leiſe:
„Holt mir der Kapelle Meiſter!“
Werner kam; — zum ſtattlich ſchönen
Mann war er gereift im Süden.
Seit, ein hoffnungsloſer Freier,
Aus dem Schloß am Rhein er ausritt,
Hatt' des Lebens wilde Sturmflut
Tüchtig ihn herumgewirbelt,
Gerne möcht' ich noch erzählen,
Wie er vieler Menſchen Land ſah,
Wie er übers Meer gefahren
Und mit den Malteſern gegen
Türkiſche Korſaren kreuzte,
Bis zuletzt der ſonderbare
Zufall ihn nach Rom verſchlug, —
Doch mein Sang wird ungeduldig,
Wie ein Fuhrmann knallt er mit der
Peitſche vor der Tür und ruft mir:
„Vorwärts, vorwärts! und zum Schluſſe!“
Werner kam — betroffen ſah er
Margareta; zweimal, dreimal
Sah er ſtumm zu ihr hinüber,
Doch ſein Blick beſagte mehr als
Ein gedruckter Foliantband.
's war der Blick, mit dem Odyſſeus,
Bei der Freier Leichen ſitzend,
Einſt zur Gattin, ſah, von der ihn
Zwanzig Jahre herber Irrfahrt,
Herber Duldung ferngehalten.
Innocentius der Eilfte
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