Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-7/10
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 10: Aufsätze aus verschiedenen Gebieten)
[1916]
Seite: 160
(PDF, 47 MB)
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160 Aufſätze aus verſchiedenen Gebieten.

Die Markgräfin Caroline Luiſe, im Jahr 1783 in Paris durch
den Tod ihrem Gatten entriſſen, war ausübende Künſtlerin; noch
bewahrt die Kunſthalle wohlausgeführte Paſtellgemälde nach Mieris
und Caſpar Netſcher (Katalog Nr. 314. 315) von ihrer Hand. Die
Accademia degli Arcadi in Italien ſowie die königlich däniſche
Maler⸗, Bildhauer⸗ und Bauakademie nahmen ſie feierlich als Mit⸗
glied auf und überſchickten das Diplom. Der Markgraf war Schrifi⸗
ſteller, Stifter und tätiges Mitglied einer literariſchen Geſellſchaft;
ſein Abrége des principes de l'économie politique erſchien 1772 zu
Paris bei Lacombé, verteutſcht 1782 zu Deſſau unter dem Titel:
„Grundſätze der Staatshaushaltung von Seiner Durchlaucht dem
jetzt regierenden Herrn Markgrafen Carl Friedrich von Baden“.
In ſeiner Umgebung befanden ſich vorübergehend der ungeſtüme
Hiſtoriker E. L. Poſſelt († 1804), ſeit 1787 auch Goethes Jugend⸗
freund und Schwager, Johann Georg Schloſſer, Geheimer Rat und
Direktor des Hofgerichts; ſeit 1806 der Arzt und theoſophiſche
Schriftſteller Joh. Heinrich Jung⸗Stilling. Am Gymnaſium wirkte
ſeit 1791 der heitere heimatliche Dichter Joh. Peter Hebel († 1826
zu Schwetzingen).
Namen und Lebensgang von einigen beſonders verdienten Ein⸗
heimiſchen und wenigen Fremden bezüglich auf die markgräfliche
Zeit“, verzeichnet von Drais II., Beilage XII. Die nicht geglückten
phyſiokratiſchen Verſuche in einigen Landgemeinden hatte der Kam⸗
merrat Schlettwein geleitet, in deſſen „Archiv für den Menſchen und
Bürger, Band 1“, Mitteilungen über die „von des regierenden
Herrn Markgrafen Hochfürſtl. Durchlaucht in Höchſtdero Reſidenz⸗
ſtadt Karlsruhe gnädigſt errichtete Geſellſchaft der nützlichen Wiſſen⸗
ſchaften zur Beförderung des gemeinen Beſten“ gegeben ſind. Zu
einem Prachtwerk badiſcher Geſchichte wurde der aus Sulzburg im
Oberland gebürtige Schöpflin aufgefordert. Er entſprach dem Auf⸗
trag durch die 1763 bis 66 in 7 Quartbänden in der Maklotſchen
Offizin gedruckte Hiſtoria Zaringo⸗Badenſis. Ein Bild der Stadt
im Jahre 1783 gewährt ein vom Organiſten und Schullehrer Fiſcher
aufgenommener, von Haas in Kupfer geſtochener „perſpektiviſcher
Aufri “; Zuſtände und Bewohner im Jahre 1789, insbeſondere die
damals im geheimen Rate, in Kirche und Schule wirkenden Perſön⸗
lichkeiten ſchildern die Briefe von F. L. Brunn (Berlin bei Unger
1791). Der blühende Stand der Landwirtſchaft, welcher dem Groß⸗
herzogtum heute noch das Lob eines wohlgepflegten Gartens erwirbt,
wurde weſentlich durch dieſe altbadiſche patriarchaliſche Kameral⸗


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