Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-7/10
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 10: Aufsätze aus verschiedenen Gebieten)
[1916]
Seite: 180
(PDF, 47 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw10/0180
1808 Aufſätze aus verſchiedenen Gebieten.

ihm die Vorſtandsſtelle an der Bauſchule übertragen, in welcher er
10 Jahre lang mit nie raſtendem Eifer, gekrönt mit ſchönen Erfolgen
wirkte, bis er nach Hübſchs Tode ſein letztes hohes Amt übernahm.
Er verſtarb am 14. November 1867.
Unter Großherzog Friedrich, welcher am 9. September 1826 ge⸗
boren, ſeinem Vater 1852 in der Regierung folgte, 1856 ſich mit
Prinzeſſin Luiſe von Preußen (geb. 3. Dezember 1838) vermählte
und ſich die Hebung ſeiner Vaterſtadt wie die Pflege der bildenden
Künſte zur beſondern dankbaren Aufgabe erkor, iſt Karlsruhe zu
der Geſtalt herangediehen, die es jetzt ſeinen Gäſten aufweiſt. Die
Neubauten des Hoftheaters, Wintergarten 1853, der Kunſtſchule
1854, Ausbau des Polytechnikums 1857, evangeliſches Lehrerſeminar
mit Turnhalle 1869, der Artilleriekaſerne Gottesau 1869, ſowie der
aus dem Wunſch, in der Stadt endlich ein Stück wirklicher Stadt
zu haben, hervorgegangene Friedrichsplatz mit dem groß angelegten
Gebäude der vereinigten Sammlungen, der um den Eiſenbahnhof
und am Augarten ſich geſtaltende öſtliche Stadtteil und der Kreis der
Villen, der als ſchmucker Gürtel die Süd⸗ und Weſtſeite der Stadt
umſchließt, bekunden das Streben der Gegenwart. Weiter ſchon ge⸗
ſtellte und vorbereitete Aufgaben werden im nächſten Jahrzehnt ihre
Löſung finden: unweit der vereinigten Sammlungen wird ſich, nach
den Plänen und unter Leitung von Baurat Helbling das zurzeit im
Bau begriffene Direktionsgebäude der Verkehrsanſtalten erheben;
der Neubau eines Lyzeums und eines Juſtizpalaſtes wird erfolgen;
am Rand der Schießwieſe unweit des Tiergartens wird ein großes
öffentliches Bad nach den Entwürfen von Profeſſor J. Durm den
Geſundheitsbedürfniſſen der Bevölkerung entſprechen. Den Verkehr
der Rhein⸗ und Hardtorte mit der Hauptſtadt wird die Rheintalbahn,
deren Vollendung im Sommer 1870 zu erfolgen hat, fördern und
außer einem Bahnhof am Mühlburger Tor in der Folge zwiſchen
dem Militärkrankenhaus und der Mühlberger Landſtraße, ſowie am
Hardtwald einen neuen weſtlichen Stadtteil in das Leben rufen. Den
Privaten wird auf dem Weg genoſſenſchaftlicher Vereinigung zu
gleichzeitigen ſolidariſchen Unternehmungen Gelegenheit geboten, dem
„friſch erwachten Trieb zu häuslicher Erbauung“ zu genügen; eine
ſchon gebildete Genoſſenſchaft wird den Ausbau der Leopoldſtraße
mit Herſtellung von zwölf Häuſern mittlerer Größe unternehmen;
ein anderes Konſortium hat unweit des neuen Seminars Platz er⸗
worben, um eine ähnliche Zahl von Wohnhäuſern für eigenen Ge⸗
brauch aufzuführen; eine dritte Geſellſchaft gedenkt den Ausbau des


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw10/0180