Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-7/10
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 10: Aufsätze aus verschiedenen Gebieten)
[1916]
Seite: 198
(PDF, 47 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw10/0198
198 Aufſätze aus verſchiedenen Gebieten.

deutung in der Literaturgeſchichte, ſprechen 2. von des Waltharius
Verfaſſer und von verſchiedenen St. Galliſchen und anderen Geiſt⸗
lichen, ſtellen 3. die Überlieferung des Textes und das Verhältnis der
Handſchriften feſt, erzählen 4. vom Wasgenſtein und teilen 5. Bruch⸗
ſtücke eines verwandten angelſächſiſchen Liedes mit. Die Arbeit der
beiden Herausgeber iſt nicht geſondert, und der im Januar 1916 er⸗
folgte Tod des Geheimrats Holder hat eine völlig ſichere Ausein⸗
anderſcheidung wohl für immer unmöglich gemacht. Man iſt als
Herausgeber alſo auch hier auf Indizien angewieſen. Die aber
gibt es in ausreichendem Maß. Zunächſt iſt als ſicher anzunehmen,
daß dem jungen Holder, der ſich ſchon damals durch die Ausgabe
der Gedichte des Horaz (1864) Verdienſte als Philologe erworben
hatte, die Bearbeitung des lateiniſchen Textes, die Vergleichung der
einzelnen Handſchriften und die Feſtſtellung der Lesarten zufiel,
während Scheffel die hiſtoriſch⸗literariſchen Unterſuchungen übernom⸗
men hatte, die ihn wieder mit den geliebten und altvertrauten Casus
St. Galli in den Monumenta Germaniae in Berührung brachten.
Wer ſich der Mühe unterzieht, dieſe Anmerkungen, namentlich die
Abſchnitte I, I und IV mit den Noten zum Ekkehard und zu Frau
Aventiure, beſonders aber mit denen zum Juniperus zu vergleichen,
wird ſofort erkennen, daß in ihnen allen dieſelbe Hand waltet. So
viel nun dem Herausgeber auch daran liegen mußte, zum mindeſten
die Abſchnitte I („Des Gedichtes Charakter und Bedeutung in der
Literaturgeſchichte“) und IV („Der Wasgenſtein“) der Ausgabe ein⸗
zuverleiben, ſo konnte er doch nicht das Gewicht der Einwände der
Verlagsbuchhandlung verkennen, die unter dem Hinweis auf den
vorwiegend gelehrten Charakter der in Frage ſtehenden Abſchnitte
die Aufnahme ablehnte. Der Verlag war zu dieſer Stellungnahme
um ſo mehr berechtigt, als er durch die Einfügung dieſes ganzen
vorliegenden, urſprünglich nicht vorgeſehenen Bandes in die Aus⸗
gabe, — und zwar ohne jede Preiserhöhung — ein außergewöhn⸗
liches Entgegenkommen bekundet hat, das in dieſer ſchwierigen Zeit
doppelt hoch zu werten iſt. Der Herausgeber muß alſo an dieſer
Stelle die Leſer ſeiner Ausgabe, die ſich für die literarhiſtoriſchen
Unterſuchungen Scheffels intereſſieren, auf die Originalausgabe des
Waltharius verweiſen, die zwar im Buchhandel vergriffen, aber in
jeder Bibliothek zu haben iſt.


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