Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 2: Juniperus, Hugideo u.a.)
[1916]
Seite: 49
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen. 49

1355. Peter Herr zu Hewen, Schwager der Hohenberger, ib. Nro. 517.
1377 ward „Her Hainrich von Héwen“ Burger zu Conſtanz „und ſwuͤr funf
jar burgerrecht ze haltend und gewärtig ze ſinde mit ſinen deſtinen, die er
inne hat, ſie ſigen gar ſin oder halb, ald die im werdent..“ Zeitſchr. IV.

1381. Hainrich und Hans Herren von Hewen Gebrüder, Neffen des Grafen
Egino von Freiburg. Zeitſchr. XVII. 84.
Viele zeichneten ſich im Kirchendienſt aus. 1252. Burkart von Hewen, Abt
in der Reichenau. 1270. Burcard de Hewen rector ecclesie in Haiterbach,
mon. Hohenberg. Nro. 58. 1387 bis 1398 Burkhart von Hewen, 1436 bis
1462 Heinrich von Hewen, Biſchof von Konſtanz. Ihr gemeinſames Grabdenk⸗
mal im Kreuzgang des Domes zu Konſtanz, von Biſchof Heinrich ſich und
ſeinem Vorfahr errichtet, ſ. bei Bergmann, Merkwürdigkeiten des Großh.
Baden. Konſtanz bei Ruegg 1825. Bd. I. Heft 1. Die Sarkophagumſchrift
lautet: Vita functi domini de Hewen Burchart anno 1398 et Henricus
1462 epi. Constant. hic pie quiescunt amen.
Im XIV. Jahrhundert Verena von Hewen, Abtiſſin des Frauenkloſters Para⸗
dies ober Schaffhauſen. 1484. Anna von Hewen, Abtiſſin in Zürich. 1518.
Heinrich von Hewen, Biſchof zu Chur.
1570 ging als letzter des Geſchlechtes Albert Arbogaſt, Landvogt zu Mömpel⸗
gard, Sohn des berühmten 1542 im Türkenkrieg gefallenen Jerg von Hewen,
Herrn zu der hohen Trüns in Graubündten, mit Tod ab.
In der kleinen Kirche des heiligen Martinus zu Engen iſt der Familie Erb⸗
begräbnis, leider, ſeit Verwendung der Kirche zum Magazin für Schienen und
Schwellen der neuerbauten Eiſenbahn, gänzlicher Zerſtörung ausgeſetzt. Das
Kloſter Lichtental bewahrt als Erinnerung an hewenſche Damen ein Reliquien⸗
käſtchen aus vergoldetem Silber mit der Umſchrift: „dieſes Pazem hat laſſen
machen Fraw Adelhait von Hoewen geborene zu Eberſtein und Fraw Bertha,
Grefin von Sultz geborene von Hoewen.“ S. Krieg v. Hochfelden, Geſch.
der Grafen v. Eberſtein, p. 294.
Die Herrſchaft „die veſten Althewen, die veſt und ſtat Engen und die veſt
Hewnegg“ mit aller Zubehör wurde um 1398 von den Brüdern Peter und
Wolvelin ſchuldenhalber dem Herzog Leupold von Oſterreich für 28800 fl. auf
Wiedereinlöſung verkauft. 1399 mußten die Bürger von Villingen ihrem gnädi⸗
gen Herrn von Sſterreich zu dieſem Ankauf tauſend Gulden ſchenken. S.
Quittung in Zeitſchr. VIII, 383. Sie wurde dann von den Grafen von Lupfen,
welche Forderung an die Kauſſumme hatten, eingenommen, kam nach deren
Ausſterben an die Marſchälle von Pappenheim, dann durch Heirat an die
landgräflich ſtühlingiſche Linie des Fürſtenbergiſchen Hauſes.
Die Herren von Hewen ſelbſt erwarben nach dem Verkauf ihrer Stammgüter
Beſitzungen in Rhätien, z. B. 1498 durch Kauf von denen don Caſtelwart Stadt,
Schloß und Graſſchaft Werdenberg, welche jedoch ſchon 1517 Wolfgang von
Hewen, Domherr zu Straßburg und Konſtanz, und Georg von Hewen an die
Landgemeinde von Glarus für 21500 fl. wieder verkauften. S. J. G. Schlehens
Eygendtl. Beſchreibung der Landſchaft underhalb St. Lucis Stayg, Ems 1616.
5

p. 5.
Das hewenſche Wappen, ein ſchwarz und gold quer geteilter Schild, der im
obern ſchwarzen Feld einen ſechsſtrahligen ſilbernen Stern trägt, wird von
Rüxners Turnierbuch p. XIX, einer Wappenrolle der Bibliothek zu Donau⸗
eſchingen Nro. 150, wie an dem Konſtanzer Biſchofdenkmal gleichartig abge⸗
bildet. Es ſtimmt in dieſer Form vollkommen überein mit dem Wappen der
Graſſchaft Ziegenhain in Heſſen, welches in Kuchenbekkers Analect. Hassiac.

Scheffel. II. 4


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