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Aumerkungen. 57
Um die Burg, um Schlucht und Wipfel
Und ſchneeferner Alpen Gipfel
Floß der Sonne letzter Strahl:
Unten tief durch Trümmerſchatten
Und durch tauig feuchte Matten
Sprang die Wutach wild zu Tal.
Wenn wir dann durch Kluft und Schrunden
Kletternd uns bergab gewunden,
Denkſt du noch des Abends Reſt?
Wohl umpflanzt von Hag und Bäumen
Zeigt mit ländlich ſchlichten Räumen
Achdorf ſich als Ausruhneſt.
Süß winkt dort Getränk zum Nippen
Und ein Schenk mit Roſenlippen
Lacht zu Scherz und Schülerſpaß;
Aus der dichtverzweigten Linde
Rufen wir dem ſchmuckſten Kinde:
Marigutta — Springmitdemglas!
Almishoven.
Allmannshofen — Almashofen — Almishofen — in jetziger
Schreibung Allmendshofen, eines der älteſten Dörfer in der Baar, zwiſchen
Hüfingen und Donaueſchingen gelegen, am linken Ufer der Breg. Neuere Aus⸗
grabungen laſſen bei dem benachbarten Städtchen Hüfingen die Römerſtation
Brigobanne erkennen; auch Almenshofen war den Römern bekannt; in Gärten
des Dorfes wurden Silbermünzen von Nero und Domitian gefunden. S. Zeit⸗
ſchrift für Geſch. des Oberrheins XIV. 270.
Spuren vorchriſtlicher Götterverehrung weiſt die dunkle Überlieferung, daß
das Frauenkloſter bei Neidingen hier ſeinen Anfang gehabt und erſt ſpäter nach
Hof verlegt worden ſei — Kolb, Lexikon I, 15, ſowie die Sage von Ruchtrut
von Almishofen, welche nachts durch einen Hirſch mit leuchtendem Geweih
nach der Kirche von Miſtelbrunn begleitet und deren Leichnam von zwei des
Joches ungewohnten Ochſen zur Begräbnis dahin verbracht worden. Miſtel⸗
brunn aber, deſſen Flurbenennungen ſchon im XIV. Jahrhundert von der „ver⸗
ödeten Kirche“ reden, und deſſen Kapelle in einer Votivtafel noch heute dieſe
Sage erhält, mag ebenfalls ſchon der vorrömiſchen Bevölkerung dieſer Gegen⸗
den bekannt geweſen ſein. Ein Streitbeil von Bronze wurde 1846 im Miſtel⸗
brunner Ackerfeld gefunden, und den benachbarten Wald umſchwebt geheimnis⸗
voll die Sage von einer untergegangenen Stadt Laubenhauſen, auf alten
Karten Laubenhauſen Olim benannt, in deren Bezirk ein ganz abgegangenes
Heidenſchloß geſtanden haben ſoll. S. Fickler, Anniverſarienbuch des Kloſters
Mariahof bei Neidingen p. 20 not. 4 und Schriften der Altertums⸗ und Ge⸗
ſchichtsvereine zu Baden und Donaueſchingen 1848, III. Jahrgang p. 187.—
Kolb, Lexikon, Art. Laubenhauſen.
Unterſuchungen, welche der Schreiber dieſer Zeilen mit einem vorzeitkundi⸗
gen Freund auf einem der nach dem Bregtal unweit der Ruine Sindoltſtein
ſich herabſenkenden Bergrücken an einem heißen Sommertag im Schweiße ſeines
Angeſichtes anſtellte, ergaben das Vorhandenſein eines keltiſchen Ringwalles,
mit welcher in Waldesdüſternis eingeſunkenen Tatſache ſich denn damals die
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