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Bergpſalmen. 83
Die nebelverkappt ausziehn auf die Reie
Dem Herrn zur Verhöhnung, dem Satan zum Preiſe?
Dicht quillt es und dichter.
Steh Rede, Gelichter:
Wohin, wohin, ohne Raſt und Halt?
Und wer biſt du, wildſchwebende Große
Auf weißem entſchnaubendem Wolkenroſſe,
Nebelvermummte, L
Die ſchleierumhüllt
Ihr Antlitz mir abkehrt,
Doch greifenden Armes mich ſtrebt zu ereilen,
Als ſollt' ich Sattel und Ritt mit ihr teilen?
Zählſt du zu den ſiebenundzwanzig Walküren,
Die des Sturmes berittenen Reigentanz führen,
Kommſt du von der Donau ſumpfiger Niedrung,
Wo gleiche Geiſter mich einſt umwallten,
Da ich, ein andrer denn hier in der Klauſe,
Als Gaſt im heidniſchen Königshauſe
Stolz zu Roſſe und reitensfröhlich
Im Anblitz funkelnder Augen ſelig
Einer ſtolzen Reiterin zur Seite dahinflog?
... Was pfeift der Windſtoß? Wer wird hier verhöhnt?
Weß mahnt mich ſein Rauſchen, das mächtig ertönt,
Wie Geſang in der Nacht?
Weh mir! ich erliege den Nebelgeſichten!
Herbei, herbei und zur Hilfe, Genoſſen,
Das Bethaus erſchloſſen,
Ziehet die Stränge und läutet das Glöcklein,
Das die Dämonen der Wildnis verſcheuche.
Die letzte Kraft
Hat der Herbſtwolken Feuchte mir aufgeſogen,
Mein Haupt wird ſchwder,
Mein Herz unſündiger Wünſche leer,
Erloſchene Gluten lodern empor,
Verſtöre mich nicht —
Erhöre mich nicht —
Verzehre mich nicht —
Unholdine
Valandine,
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