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Waldeinſamkeit.
Iſt's eine Klamm, iſt's ein Geſäuſe?
Schrill tönt's wie Pfeifen der Murmelmäuſe.
Baumlos aufgähnt eine enge Schlucht,
Durch die ein Wildwaſſer Durchpaß ſucht,
Das polternd und ſtürzend an ſenkrechter Wand
Über Trümmer und Blöcke talab kommt gerannt.
Zu rauh für der Tannen ernſtfinſteren Schmuck
Starrt's hier wie ein Platz für Berggeiſterſpuk,
Hier hauſt wohl der Schrat in dem Berge.
Moos ſäumt den Keſſel des Wildbachfalls
Und als ſpärlicher Reſt des lebendigen Alls
Wiegt eine weltferne Bergblumenſchar
Die ſchwankenden Stengel im Sprühſchaum.
Vergnügt in ſich ſelber, in Sommerfriſchluſt
Neigt ein Wildroſenſtrauch ſeinen üppigen Bluſt
Hinab zum rauſchenden Waſſer.
Hier halt ich, ein hungrig durſtiger Gaſt,
Bei einſamen Blumen einſame Raſt!
.. . Vo Felſenunwirtlichkeit Faſten aufzwingt,
Der Weiſe ſich ſelber Bewirtung mitbringt
Und entnimmt des Bergſacks bergenden Falten,
Was als Imbiß vom Mütterlein heut er erhalten,
Kaltſtellend in den eisfriſchen Quellen,
Was wohltut den muntern Weidgeſellen,
Der Mahlzeit Würze, die Flaſche mit Wein,
Tiroler Burgunder, den roten Algunder...
Mit dem erſten Trunk des gekälteten Purpurs
Sei weihend des würdigen Freundes gedacht,
Mit dem, was als Zauber im Hochgebirg lacht,
An dieſer Stelle zuerſt ich empfand.
Ihn freute der Hammer als Mineralog,
Die Kugelbüchſe, wenn's galt dem Gejaid,
Und, wo er auf glücklichen Pirſchgängen zog,
Erſchien ihm die Muſe im Jagdjuppenkleid.
„Uns iſt Muſik, ſo ſang er, wenn's ſauſt,
Wenn das Geſtein vom Abſprung der Gemſen
Rollend die Gräben hinunter brauſt...
Uns iſt das Echo knallender Büchſen
Mehr als Trompeten und Paukengepräng,
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