Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 2: Juniperus, Hugideo u.a.)
[1916]
Seite: 137
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw2/0137
Das Konſtanzer „Glückhafftige Schiff“ landet auf Mainau in der Abendſtunde.
Die Allerhöchſten und Höchſten Herrſchaften ergehen ſich in dem Schatten der
Ulmen am Hafen.

Prolog.
Geſprochen von der Befehlshaberin des Glückhafftigen Schiffes.

Verzeiht, daß wir ſo hohem Kreiſe nahen,
Um dieſes Abends weihevolle Stille
Mit Spiel und Feſtgetön zu unterbrechen.

Nicht wie im Lagerlärm des vorigen Jahres
Kommt kaiſerliches Kriegsvolk feldgerüſtet
Zur Sicherung des Ordenshauſes Mainau
Vor Schwedenüberfall und Sturmangriff;
Zwar wehn auch heut blaugoldne Schwedenwimpel
Doch längſt beendet iſt der dreißigjähr'ge,
Der ſchwere Krieg; .. nur eine Friedensfeier
Der ſchönſten Art führt friedlich uns heran.

Die rauhen Herrn der Schöpfung laſſen heut
Das Regiment dem ſanfteren Geſchlecht,
Die Damen führen tapfer das Kommando
Zu Land wie Waſſer. Unverzagt ſind wir
Von Konſtanz aus dem Hafen ausgelaufen,
Und unſer Schiff, umſchwärmt von leichten Gondeln,
Hält reichgeſchmückt ſchon vor der Mainau Seebucht.

In der Geſchüße Mund hat Blumenſträuße
Gepflanzt die ſchmucke weibliche Beſatzung,
Feſtflaggen ſind am Maſtbaum aufgehißt,
Ergebenheit und Treue lenkt die Ruder,
Und Liebe weiſt als Steuermann den Kurs.

Vergönnet nun, daß dieſes bunte Volk
Das Land betrete, ausgeſchifft ſich rüſte
Und aufwärts ſteigend zu den hohen Ulmen


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